Zur Weltmeisterschaft

Da kommt Freude auf: Am Samstag erfüllte Katrin Fehm gleich zweimal die Norm von 11,85 Sekunden über 100 Meter. Bild: Kiefner

Zwei jugendliche Leichtathletinnen vom TV und von der SGS Amberg mischen die Szene auf. Eine hat sich bereits für die U 18-WM in Kolumbien qualifiziert, die andere ist kurz davor.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus richtet der Deutsche Leichtathletikverband die DLV-Jugendgala in Schweinfurt aus. Diese dient als Ausscheidungswettkampf für die Weltmeisterschaft der U 18, die dieses Jahr in Cali in Kolumbien ausgetragen wird.

Konkurrenz abgehängt

Die 16-jährige Corinna Schwab vom TV Amberg musste, nachdem sie bereits die Norm über die 400 Meter Hürdendistanz von 60,50 Sekunden erbracht hat, noch einmal in Schweinfurt einen Leistungsnachweis erbringen. Sie startete in einem Feld ihrer Konkurrentinnen aus ganz Deutschland und setzte sich souverän mit einem Sieg durch. Corinna Schwab lief eine Zeit von 60,83 Sekunden und gewann vor Nele Weßel (ESV Preußen Berlin, 61,30) und Elisa Adams (LAV Rostock, 62,85).

Damit ist sie für die WM, die vom 15. bis 19. Juli in Cali stattfindet, nominiert. Bereits am 6. bis 12. Juli fliegen die Sportler gemeinsam in das Vorbereitungscamp nach Florida in den USA. Nach der Jugendgala bekamen die Athleten die Nationalmannschaftskleidung und mussten sich noch einem medizinischen Check unterziehen.

Katrin Fehm von der SGS Amberg schaffte ebenfalls die WM-Norm über 100 Meter. In vier Vorläufen war die gesamte deutsche Sprintelite am Start. Im dritten Vorlauf gelang Katrin Fehm ein sensationeller Lauf, sie siegte unangefochten in 11,80 Sekunden und unterbot die vom DLV geforderte WM-Norm von 11,85 Sekunden erstmals. Im Finale gelang ihr als Vorlaufschnellste erneut ein perfekter Lauf in 11,84 Sekunden und mit Platz zwei hinter Keshia Kwadwo (11,60) vom TV Wattenscheid 01 der Sprung in die absolute deutsche Spitze.

Abwarten

Normalerweise werden die beiden Erstplatzierten mit erreichter WM-Norm in Schweinfurt direkt für die WM nominiert, doch ist derzeit die zweitbeste deutsche Sprinterin Laura Großhaus vom CLV Siegerland verletzt. Momentan ist Katrin Fehm als Drittbeste als Ersatz für die WM nominiert, bis Laura Großhaus in Mannheim nächstes Wochenende ihren Leistungsnachweis erbracht hat. Gelingt es Großhaus nicht, unter 11,80 Sekunden zu bleiben, ist laut Bundestrainer Thomas Kremer Katrin Fehm bei der WM dabei.

Nun bleibt abzuwarten, ob ihr größter Traum in Erfüllung geht. Mit dieser hervorragenden Zeit erreichte sie bereits die C-Kadernorm zur Aufnahme in den Bundeskader.

Ebenfalls eine gute Leistung erzielte Julia Neiswirth (SGS) in der U 20 über 2 000 Meter Hindernis. Nach einjähriger Wettkampfpause erreichte sie auf Anhieb die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften in Jena mit 7:31,99 Sekunden. Im Gesamtfeld der deutschen Hindernisläuferinnen wurde sie Siebte. Bei diesem Wettbewerb, der auch als bayerische Hindernismeisterschaft ausgetragen wurde errang sie die Bronzemedaille.
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