Zurück in die Eis-Zeit
Glosse

Papa einer fünfeinhalbjährigen Tochter mit dazu passenden Ansprüchen zu sein, sorgt für viele Überraschungen - manchmal auch für positive. Unlängst nach dem Besuch eines Hallenbades im Fränkischen wollte sie ein Eis. Ich las ihr von oben nach unten alle Sorten vor, die da in dem surrenden Kühlautomaten auf Kundschaft warteten.

Dann, unglaublich, neben allerlei neumodischen Sorten, entdeckte ich doch tatsächlich ein Bum Bum (mit dem legendären Stiel aus Kaugummi) den Flutschfinger und - als Gipfel meiner Kindheitserinnerung - ein Dolomiti. Alles war sofort wieder in meinem Kopf. Das Eis in den italienischen Landesfarben Grün-Rot-Weiß mit den drei Zacken aus Zitrone, versüßte nicht nur mir unzählige Besuche im Rosenberger Waldbad. Die Dolomiti-Fangemeinde war groß, und es ohne zu kleckern, zu lutschen Kunst. Erst die Zacken oben weg, dann unten seitlich die Ecken rundschlecken und siehe da, das Eis war nun einem Fußball ähnlich.

Wenn die Frau im Bad-Kiosk mal die Tiefkühltruhe besonders stark aufdrehte, fror schon mal die Zunge ans Eis. Ja, das tat weh, war aber egal. Milch-Flip oder Nucki Nuss waren für Warmduscher - Dolomiti was für echte Burschen.

Trotz meiner Begeisterung nahm meine Tochter nur ein schnödes Capri. Naja, wenigstens kein Magnum Strawberry White oder gar ein Cornetto Cookies & Dream.

markus.bleisteiner@zeitung.org

Polizeibericht Schmierfinken festgenommen

Amberg. (ben) Einer Zeugin ist es zu verdanken, dass am Donnerstagabend zwei Schmierfinken auf frischer Tat geschnappt wurden. Die Frau war gegen 21 Uhr vom Kurfürstenbad auf dem Weg zur ACC-Tiefgarage. Dabei fielen ihr zwei Jugendliche in Kapuzenshirts auf, die sich im Untergeschoss herumtrieben. Die Passantin ahnte nichts Gutes und verständigte per Notruf die Einsatzzentrale. Eine Zivilstreife entdeckte kurz drauf frische Schmierereien im Treppenabgang. Dort trafen die Beamten auf die Verdächtigen und nahmen sie fest.

In deren Tasche fand man mehrere Edding-Stifte und zwei Farbspraydosen. Der Schüler und der Auszubildende (beide 16) wohnen im Stadtgebiet. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurden deren Zimmer durchsucht und dabei weitere Skizzen und "Tags" sichergestellt. Danach wurden die Täter den Erziehungsberechtigten übergeben. Diese fuhren noch in der Nacht zur Tiefgarage und begannen mit der Reinigung der beschmierten Flächen.
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