Zwei Burglengenfelder verurteilt - Bei Tat überrascht
Haft für Tresordiebe

Mit eher milden Strafen ist der Prozess um den spektakulären Raub eines Tresors mit 45 000 Euro Inhalt in der Stadt Schwandorf zu Ende gegangen. Der Haupttäter (29) bekam dreieinhalb Jahre Haft und kann dabei eine Drogenentzugstherapie machen und bei erfolgreichem Verlauf auf Reststrafenbewährung hoffen. Sein Komplize (52) und laut Vorstrafenregister ein Gewohnheitsdieb, erhielt zweieinhalb Jahre. Allerdings nicht wegen schweren Raubes, sondern nur wegen schweren Diebstahls.

Die beiden Männer aus Burglengenfeld waren an einem Sommerabend letzten Jahres in ein Haus am Schwandorfer Weinberg eingedrungen und hatten gerade einen Safe in ihren Besitz gebracht, als die Besitzerin des Anwesens hinzu kam. Die überraschte Frau wurde von dem maskierten 29-Jährigen mit einem Schlagstock malträtiert. Trotz des massiven Angriffs hatte sie, wie sich während des Prozesses ergab, keine psychischen Schäden erlitten. Später erfuhr die Frau: Bei dem Angreifer handelte es sich um einen Verwandten ihres Ehemanns, der von dem Vorhandensein des Tresors wusste.

Ein dritter Angeklagter wurde von der Ersten Strafkammer des Landgerichts Amberg freigesprochen. Der Mann stand im Verdacht, den ihm Geld schuldenden 29-Jährigen zum Überfall gedrängt und ihn auch zum Tatort gefahren zu haben. Diese Fahrt gab er zwar zu, will aber ahnungslos gewesen sein. Die Anstiftung stritt der wegen Drogendelikten vorbestrafte Mann ab. Das Gegenteil konnte ihm nicht bewiesen werden.
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