Zwei Juso-Mitglieder bei Fahrt nach Auschwitz dabei
Grausame Taten der Nazis nie vergessen

Für Theresa Nöth, Lukas Stollner (von links) und Danielle Gömmel (rechts) war es beeindruckend, Esther Bejarano kennenzulernen. Die 91-Jährige hatte Auschwitz überlebt, weil sie Musikerin im Lager-Orchester war. Bild: hfz
Am 27. Januar 1945 hatte die russische Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreit. 70 Jahre nach Kriegsende hat das Bündnis "Dass Auschwitz nie wieder sei" (ein Zusammenschluss von Jusos, Gewerkschaften und kirchlicher Verbände) eine Fahrt zu der Gedenkstätte organisiert. Daran nahmen auch Danielle Gömmel und Lukas Stollner, die dem Vorstand des Juso-Unterbezirks Amberg-Sulzbach-Neumarkt angehören, teil.

Für sie als Jusos sei es wichtig, die Besinnung auf Verbrechen, Entwicklungen und unzähligen Opfer des Faschismus wieder stärker in ihre Arbeit integrieren. "Es ist unsere Aufgabe, immer wieder aufzuzeigen, wohin Rassismus, Ausgrenzung und Unmenschlichkeit führen können", heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Man dürfe nie vergessen, welche schrecklichen Taten die Nazis damals begangen hatten. "Es ist aber auch unsere Verantwortung sich mit den Mechanismen von Ausgrenzung und Verfolgung auseinanderzusetzen, allen rechten Bewegungen entgegenzutreten und zu verhindern, dass sich dieses dunkelste Kapitel wiederholen kann."

Der Umgang mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus werde sich verändern. Nachfolgende Generationen werden in ihren Familien niemanden mehr erleben, der den Zweiten Weltkrieg miterlebt hat. Gespräche mit Zeitzeugen seien kaum noch möglich. Diejenigen, die als Überlebende zur Gedenkzeremonie nach Auschwitz gekommen sind, waren als Kinder und Jugendliche in die NS-Konzentrationslager gekommen. Nach Angaben der Jusos hat etwas mehr als die Hälfte aller Deutschen bereits eine KZ-Gedenkstätte besucht - "es ist immer noch zu wenig".
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