Zwei Tiefgaragen, eine Einfahrt

Am Beginn der Fußgängerzone könnte sich die CSU das Einfahrtsbauwerk zu den beiden Tiefgaragen links und rechts der Bahnhofstraße (Forum und Bürgerspitalgelände) vorstellen. Bild: Hartl

Mit einer neuen Vision geht die CSU im Stadtrat in die Haushaltsberatungen. Die Fraktion plädiert für eine markante Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße, über die die Autofahrer gleich zwei unterirdische Parkhäuser ansteuern können.

Zwei Tage lang hatten sich die 19-köpfige CSU-Stadtratsfraktion und Oberbürgermeister Michael Cerny in ein Hotel in der Hersbrucker Schweiz zurückgezogen, um laut Fraktionschef Dieter Mußemann "Zeit für ausgiebige, intensive und kreative Gespräche" zu finden. Was bei der Klausur herauskam, sind 19 konkrete Anträge, die in den Haushalt 2016 einfließen sollen, und eine Weichenstellung in Sachen Bürgerspitalgelände, die im Stadtrat sicher noch ausgiebig diskutiert werden wird: ein neues Konzept für die geplante Tiefgarage.

Zwei Ausfahrten

Er habe bereits mehrfach betont, dass Bürgerspital-Areal und Forum-Komplex gemeinsam entwickelt werden müssen, erklärte Mußemann am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz in der CSU-Geschäftsstelle. Bei der Klausur seien deswegen zwei Fragen im Mittelpunkt gestanden: Wie kann eine An- und Abfahrt in eine Tiefgarage verkehrs- und lärmtechnisch so gelöst werden, dass möglichst viele unterirdische Parkplätze für alle Nutzungen im Quartier entstehen können? Und gibt es intelligente Konzepte zur effizienteren Nutzung von kostenintensiven Tiefgaragen-Stellplätzen? Für beide Fragen präsentierte Mußemann nun Antworten. Seine Fraktion schlägt eine "Y-Erschließung" vor, ein Einfahrtsbauwerk am Beginn der Fußgängerzone in der Bahnhofstraße, mit dem sowohl die Garage unter dem Bürgerspital als auch die unter dem Forum erreicht werden kann. Mußemann: "Die Ausfahrt erfolgt entweder über die Obere Nabburger Straße weiter zum Nabburger Tor oder über die Ziegelgasse durch das Ziegeltor." Von dieser Lösung versprechen sich die CSU-Stadträte Synergieeffekte. Sie stelle den kürzesten Anfahrtsweg sicher, verhindere Suchverkehr und minimiere Lärmemissionen, weil sich das Verkehrsaufkommen beim Verlassen auf mindestens zwei Ausfahrten verteilt.

Parkplätze für alle

Die CSU nimmt auch ein Stück weit Abstand von der reinen Quartiersgarage, wie sie ursprünglich für das Bürgerspitalgelände vorgesehen war. Um die Parkplätze effizient zu nutzen, schlagen Mußemann und seine Mitstreiter vor, das sogenannte "Münchner Modell" auf die unterirdischen Stellflächen auszuweiten. Das heißt: Quartiersgaragen-Parkplätze, die überwiegend nachts von Anliegern benutzt werden, stehen tagsüber der Allgemeinheit zur Verfügung. "Dieses Konzept könnte modellhaft für viele Altstädte sein", zeigte sich der Fraktionschef überzeugt.

Mit dem Thema Parken befasste sich die Fraktion auch an anderer Stelle. Für seine Stadtratskollegen dulde das Parkdeck an der Marienstraße mit 1000 Plätzen keinen Aufschub. "Wir begrüßen es außerordentlich, dass im Haushalt 2016 hierfür 60 000 Euro an Planungsmitteln berücksichtigt sind", sagte Mußemann. (Angemerkt/Im Blickpunkt)
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