Zweiradfahrer flieht vor Polizei und verbirgt sich im Fluss
Filmreife Flucht in Vils

James Bonds neuestes Abenteuer läuft zurzeit im Kino. Klar, dass in dem Actionstreifen auch eine Verfolgungsjagd vorkommt, bei der der Geheimagent seinen Wagen am Ende im römischen Tiber versenkt. Okay, ganz so spektakulär war eine Flucht per Motorrad in Amberg nicht. Bei uns war es auch nicht das Fahrzeug, das im Fluss landete, sondern der 23-Jährige, der es steuerte. Dort sprang er allerdings freiwillig hinein, um sich im Wasser vor seinen Verfolgern in Uniform zu verstecken. Also doch ein bisschen Bond-mäßig, wobei der Flüchtige der "Bösewicht" und nicht der Held war.

Mit 120 km/h

Aber der Reihe nach: Der Amberger war am Montag gegen 16 Uhr mit seinem Leichtkraftrad auf der Sulzbacher Straße stadtauswärts unterwegs, obwohl er keine Fahrerlaubnis für die 125-Kubik-Maschine besitzt. Als ihn eine Polizeistreife erblickte und kontrollieren wollte, gab der 23-Jährige Gas. Und zwar ordentlich: Er beschleunigte sein Zweirad auf bis zu 120 km/h und bog in die Bayreuther Straße ein, um hier wieder stadteinwärts davonzujagen. Dabei missachtete er laut Polizei das Rotlicht an der Ampel, an der von links kommende Autos gerade noch abbremsen konnten, um eine Kollision zu verhindern.

Dann doch zu kalt

Dieser Schreck stoppte den 23-Jährigen nicht. Er setzte seine Flucht auf dem Fußweg an der Kräuterwiese fort, um dort zur Vils zu gelangen. Etwa auf Höhe der Firma Stadler sprang er vom Motorrad, stieg in den Fluss und versuchte, sich dort im Uferbereich zu verbergen. "Er übersah allerdings, dass die Streife die Absprungstelle durchaus lokalisieren konnte", heißt es im Pressebericht, "so galt es nur, kurz abzuwarten, bis dem jungen Mann zu kalt wurde und er freiwillig aufgab".

Da er unter Drogeneinfluss stand, musste er noch zur Blutentnahme. Pkw-Fahrer, die durch die Fahrweise des Manns gefährdet wurden, sollen sich bei der Polizei (890 320) melden.
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