Zweistellig trotz Sparmodus

Jubel beim ERSC Amberg zum perfekten Saisonstart. Adrian Persch, Boris Flamik, Matthäus Swadzba, Florian Wrobel und Michael Augsberger (von links) auf Erfolgskurs. Am Ende stand es 11:3 für die Amberger Löwen. Bild: brü

Bayreuth hatte sich vorgenommen, die Amberger Löwen zu zähmen, aber der ERSC Amberg ließ dem Aufsteiger nicht den Hauch einer Chance. Speziell Florian Bartels stellte die Gäste oft vor unlösbare Aufgaben und war mitentscheidend für einen gelungenen Saisonauftakt des Eishockey-Landesligisten.

Zum Auftakt gab's am Freitag einen zweistelligen ERSC-Sieg, bei dem die Löwen auch als Team überzeugten. Die Rückkehr von Bartels kam nach dessen schwerer Fingerverletzung etwas überraschend, aber der Routinier übernahm sofort wieder die Führungsrolle im Angriff.

Bereits nach 130 Sekunden steuerte er zum 1:0 von Neuzugang Adrian Persch seinen ersten von insgesamt sechs Scorerpunkten an diesem Abend bei. Kaum eine Minute später stand es 2:0, was Bayreuths Coach Michael Dippold zu einer Auszeit und dem zweiten (!) Torwartwechsel veranlasste; ein dritter sollte noch im Mittelabschnitt folgen.

Die Löwen traten weitgehend komplett an, lediglich Marco Gäck war von der vorwöchentlichen Erkältungswelle noch schwerer betroffen. Es war nicht klar, wie der ERSC nach nur vier Tests und einer zweiwöchigen Pause ins erste Pflichtspiel hineinfinden würde. Die frühe Führung bereitete aber einen idealen Start und Amberg ließ den Gast kaum aus dessen Verteidigungszone kommen. Mit dem 4:0 zur ersten Pause waren die Oberfranken sogar noch gut bedient. Die Überlegenheit der Gastgeber steigerte sich nach dem Wiederbeginn. Der ERSC zeigte sehenswertes und schnelles Kombinationsspiel, weitere Treffer waren die logische Folge. Boris Flamik eröffnete mit einem fulminantem Schlagschuss von der blauen Linie den Amberger Torreigen in diesem Drittel, der zwischenzeitlich nur einmal unterbrochen wurde, durch den 7:1-Anschluss des Ex-Löwen Julian Behmer. Der Dauerbeschuss des Gästetores setzte sich fort und neben den beiden Treffern zum 9:1 durch Daniel Trometer und Bartels blieben noch etliche Chancen ungenutzt. Den einzigen Aufreger in diesem Drittel bedeutete dann der Ausschluss von EHC-Verteidiger Sandro Masching. Der hatte zweimal - jeweils wegen Checks gegen den Kopf des Gegners - Zehn-Minuten-Strafen erhalten, was automatisch zu einer Spieldauerstrafe umgewandelt wurde.

Im Schlussabschnitt schalteten die Gastgeber dann gleich mehrere Gänge zurück, sichtlich zum Unwillen von ERSC-Trainer Stefan Ponitz: "Etwas das Tempo rausnehmen ist schon in Ordnung, aber das war schon übertrieben. Das darf uns nicht mehr passieren", grantelte der Coach hinterher, war aber insgesamt mit der Darbietung seiner Jungs zufrieden.

Der Sparmodus in den letzten 20 Minuten führte dazu, dass bei den Löwen im Abschluss die Konzentration drastisch sank, andererseits aber auch Bayreuth besser dagegenhalten und das letzte Drittel zumindest vom Ergebnis her ausgeglichen gestaltete.
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