Zweiter Pop-up-Laden mit Goldschmiedemeister und Designer öffnet ab Dienstag für vier Wochen
Erste Nachahmer gefunden

Eigentlich sind das zwei Geschichten in einer. Die erste erzählt von der unendlichen Odyssee eines Leerstands in der Georgenstraße, ehemals als Café Nömeyer bekannt. Die zweite beginnt mit Sebastian von der Recke, erster Gast im ersten Pop-up-Laden Ambergs. Zehn Tage im Juli 2014 hatte Designerin Marion Stiegler das Geschäft neben dem Nabburger Tor geöffnet. Der Goldschmied wollte sich von der Idee, eine zeitlang Waren in einem leerstehenden Geschäft zum Verkauf anzubieten, persönlich überzeugen.

Jetzt fusionieren die Protagonisten Pop-up, Leerstand, Stiegler und von der Recke: Am Dienstag, 7. April, startet der zweite Pop-up-Laden Ambergs. Diesmal für vier Wochen - und mit Elisa und Sebastian von der Recke als Initiatoren. Gemeinsam mit Marion Stiegler mieteten sie das ehemalige Café Nömeyer in der Georgenstraße. "Wir wollten 1a-Lage", begründete Elisa von der Recke die Entscheidung für diese Immobilie. Zwar sei diese für die Meister-Schmiede allein zu groß gewesen, doch in Kombination mit Marion Stieglers Design-Produkten perfekt.

Die Initiatoren teilten die Fläche einfach auf: Im vorderen Teil präsentiert das Ehepaar von der Recke Einzelstücke aus verschiedenen Produktionen.

Der Goldschmiedemeister, seit 15 Jahren mit eigener Werkstatt gegenüber der Paulanerkirche, verlegt sogar seinen Arbeitsplatz für die Dauer von vier Wochen ins Schaufenster des Geschäfts und steht den Kunden für Gespräche zur Verfügung. "Denn hinter jedem Schmuckstück steckt eine Geschichte." Im hinteren Teil des Ladens zeigt Marion Stiegler "Weiberkram", wie sie selber ganz salopp formuliert: Wohnschick, Schmuck, "Duftes" oder Mode. Die ausgebildete Textil- und Musterdesignerin aus Ursensollen ist seit 2011 selbstständig.

"Ein Pop-up-Laden ist natürlich keine Zauberformel, aber dadurch lassen sich definitiv Leerstände minimieren", ist Stiegler überzeugt. Von der Recke imponierte vor allem die Möglichkeit, mit kreativen Ideen in der Innenstadt etwas zu verändern.

Neue Talente zeigen

"Das ist auch meine Intention für das zweite Mal: Ich will nicht nur meine Marke Provintzstück präsentieren. Es gibt so viele Talente, die sich noch nicht aus ihrem Schneckenhaus trauen. Die größte Freude für mich wäre, wenn eine Modedesignerin, die bisher nur zu Hause gearbeitet hat, mit einem Berg Aufträgen nach Hause geht."

Geöffnet hat der Laden von Dienstag, 7. April, bis Donnerstag, 30. April, jeweils dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr. Schmuckwerk präsentiert sich dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr. (Ausssteller)
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