Zwischen den Jahren
Glosse

Eine Formulierung ist an Tagen wie diesen immer wieder zu hören - zwischen den Jahren. Das klingt so, als ob 2014 schon zu Ende ist, 2015 erst viel später beginnt und wir uns im zeitlichen Niemandsland befinden. Gerade jetzt. In diesem Moment. Das ist natürlich Quatsch. Zwischen den Jahren ist natürlich keine Zeitangabe, sondern eher ein Gefühl, eine für viele Menschen wichtige Phase der Entschleunigung, in der die Zeit stehenzubleiben scheint. Dann ist es ein Geschenk. Es kann aber auch eine Strafe sein, denn sie ziehen sich schon gewaltig, diese Feiertage, in denen das Leben fast völlig zum Erliegen kommt.

In Amberg ist das anders. Da geht's schon viel früher los - bereits am Heiligen Abend. Da hat der belebte und beliebte Weihnachtsmarkt geschlossen - ausgerechnet am wichtigsten Weihnachtstag. Das verstehe, wer will. Ist aber nicht so schlimm. Dafür gibt's ja an den Ständen, die offen haben, Meeresfrüchte oder gegrillte Auberginen. In der Region sind das bekanntermaßen klassische Gerichte und nicht etwa Karpfen oder Gans.

Und weil die Uhren in Amberg anders gehen, gleicht sich das zwischen den Jahren nicht etwa im Laufe der Zeit wieder aus. Nein, die Phase des Eintauchens ins Nichtstun erstreckt sich weit bis in den Januar hinein. Denn viele Behörden und Institutionen, ja sogar Kindergärten, nutzen den doppelten Brückentag, haben am Freitag dieser und Montag nächster Woche geschlossen. Warum auch nicht? Der Kalender ist so oder so durcheinander. Warum sonst ist das Neujahrskonzert im ACC nicht an Neujahr, sondern am 4. Januar? Wer glaubt, dass es das schon war, ist leider auf dem Holzweg. Denn der nächste politische Ascherdonnerstag kommt bestimmt.



Im Blickpunkt Wunschbaum: Siemens an Spitze

Amberg. (tk) Zum vierten Mal hatte der Siemens-Nachwuchskreis die Aktion Weihnachtswunsch-Baum ausgerufen. Dank der Hilfsbereitschaft der Beschäftigten am Standort Amberg wurden heuer 160 Mädchen und Buben beschenkt. Die Tafel hatte laut ihrem Vorsitzenden Bernhard Saurenbach Wünsche von bedürftigen Kindern gesammelt und die Karten im Siemens-Kasino an einen Baum gehängt. Innerhalb kurzer Zeit waren die Zettel vergeben. Weitere 40 Wunschkarten wurden von Real-Kunden, 13 von Mitarbeitern der Gewerbebau sowie 60 von Schülerinnen des Johanna-Decker-Gymnasiums übernommen.
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