64 Stellen werden nach Amberg ins IT-Servicezentrum der Justiz verlagert
16 sind schon da

So sieht der Arbeitsplatz des Direktors des IT-Servicezentrums der bayerischen Justiz, Wolfgang Gründler (Zweiter von links), aus. Er führte beim Besuch von Justizminister Winfried Bausback (rechts) die Gäste durch das Gebäude, in dem früher die Staatsanwaltschaft beheimatet war und in dem am 1. März das IT-Servicezentrum seinen Betrieb aufnahm. Es ist dem Oberlandesgericht Nürnberg zugeordnet, dessen Präsident Dr. Christoph Strötz unten als Spiegelung auf dem Bildschirm zu sehen ist. Mit dem Zentrum wurde
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.06.2016
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Bis 9.30 Uhr waren am IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz in der Faberstraße noch die Handwerker zugange. Schließlich sollte sich das Gebäude zum Besuch von Justizminister Winfried Bausback im besten Licht zeigen. Der fuhr um 11.30 Uhr vor und stufte das Haus prompt als "schönen Standort" ein.

Dr. Christoph Strötz, der Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg, und Wolfgang Gründler, der Direktor des IT-Servicezentrums, erläuterten dem Minister die Arbeit dieser "Herzkammer der bayerischen Justiz". Das Servicezentrum hat über ganz Bayern verstreut 262 Mitarbeiter und will seine 35 Standorte reduzieren. Eine Konzentration soll in Amberg erfolgen, wo 64 Mitarbeiter vorgesehen sind. 16 sind schon da, zum Jahresende sollen es 20 sein. Beim Gang durch die Büros wurde klar, dass verschiedene Wege die Justizangestellten nach Amberg führen. Die Vilseckerin Elke Ziegler etwa pendelte 24 Jahre nach Nürnberg und bewarb sich mit der Verlagerung gerne nach Amberg. Für die Münchnerin Paula Scharff dagegen war der Umzug in die Oberpfalz "schon eine Entscheidung, über die wir ein paar Tage nachgedacht haben". Belohnt werde man dafür etwa durch viel günstigere Mietpreise. Der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz (CSU), selbst Jurist, lobte die Justiz, die gemeinhin nicht im Ruf stehe, sehr flexibel zu sein, für die Schnelligkeit, mit der sie den Umzug angegangen sei: "Andere Behörden brauchen da noch."

Winfried Bausback hob das Ziel der komplett elektronischen Akte hervor: "Es kann nicht sein, dass die ganze Gesellschaft digital unterwegs ist und die Justiz fährt weiter mit dem Aktenwagen durch die Gegend." Willkommener Nebeneffekt der Behördenverlagerung ist für den Minister eine angedachte Zusammenarbeit mit der OTH. Denn in München habe man zunehmend Probleme, IT-Bewerber für den Dienst in der Justiz zu finden.
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