Amberger Bauausschuss treibt Skatepark voran
Das hat Zukunftspotenzial

Platz für einen Skatepark ist hier genug da. Einst als Strohfeuer einer Trendsportart eingeschätzt, haben sich diverse Formen des Skatens etabliert und gelten als Ausdruck eines jugendlich geprägten Sportverständnisses und Lebensstils. Der Bauausschuss schlägt deshalb diesen Standort vor. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
03.03.2016
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Noch klingt es wie ein Tagtraum des OB. Eine gleichnamige GmbH gibt es schon. Sportpark heißt das Projekt, das bisher ein Vereins-Fleckerlteppich ist. Eine Nischensportart für junge Leute markiert jetzt die Startlinie.

Gezogen hat sie der Bauausschuss am Mittwoch. Locker-leicht ging das den Stadträten nicht von der Hand. Doch Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) erklärte die anstehende Entscheidung zu einer Frage der Glaubwürdigkeit der lokalen Politik. Jetzt hat der von den jungen Ambergern geforderte Skatepark einen möglichen Standort. Die dazugehörige, unverzichtbare Haushaltsstelle über 200 000 Euro gibt es auch schon. Die betonierte Hügellandschaft soll nach den Vorstellungen des zuständigen Fachgremiums östlich der Tennishalle des TV entlang der Straße Am Schanzl entstehen. Dieser dann doch einstimmig gefällte Beschluss hat bisher den Charakter eines Vorschlages.

Noch ein "Ja" einholen


Unterbreitet wird er nun dem Jugendgipfel - einer Art informellem Jugendparlament -, der den Skatepark ganz oben auf seiner Wunschliste einer altersgerechten Stadt aus dem Blickwinkel der jungen Amberger stehen hatte. Hier setzte der OB an, als die Diskussion im Ausschuss drohte, den Weg üblicher lokalpolitischer Bedenken zu nehmen. "Wir sollten einfach akzeptieren, was die jungen Leute an uns herangetragen haben", appellierte Cerny. Der Skatepark sei ohnehin das einzige astreine Projekt als Ergebnis des Jugendgipfels. In diese Richtung zielte auch eine Anmerkung von Uli Hübner (SPD) ab, der den jetzigen Beschluss ausdrücklich als einen Vorschlag verstanden wissen möchte. Der Skatepark sei ein Wunsch der jungen Amberger, dann sollten auch die das letzte Wort über den Standort haben.

Keineswegs leise


Drei Varianten entlang der Straße Am Schanzl hatte die Verwaltung vorgelegt. Geprägt waren sie von unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen beim nötigen Grund (rund 1900 Quadratmeter), Fragen der Lärmbelästigung, den Bodenverhältnissen und der Erreichbarkeit. Dass von einer Skateranlage durchaus als unangenehm empfundene Geräusche ausgehen, darüber war sich der Ausschuss, unabhängig von subjektiven Empfindungen, einig. Deshalb wurde bei der Entscheidung für den jetzigen Vorschlag (Variante 2) Wert auf eine möglichst große räumliche Distanz zur Terrasse des FC gelegt.

Besser koordinieren


Deutlich wurde am Rand dieser Diskussion zudem, dass Cerny das gesamte ausgedehnte Areal in dem Vilsbogen zwischen der Werner-von-Siemens- und Bruno-Hofer-Straße mit dem Dultplatz als Nachbarn zu einem "Sportpark" (Arbeitstitel) entwickeln möchte. Dort sind neben dem FC-Stadion die Vereine TV 1881, DJK, TC Am Schanzl und ESV/ERSC mit diversen Fußball-, Trainings-, Tennis-, Beachvolleyball-Plätzen sowie Eissport- und Sporthallen angesiedelt. Der Oberbürgermeister möchte dort eine koordinierte Weiterentwicklung mit Vereins- und öffentlichen Anlagen anstoßen. Gespräche in diese Richtung führt er schon länger.
Wir sollten einfach akzeptieren, was die jungen Leute an uns herangetragen haben.OB Michael Cerny
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