Amberger CSU gründet neuen Kultur-Arbeitskreis
Wider das Elfenbeinturm-Denken

Zwölf Gründungsmitglieder waren gekommen, darunter (von links): Hubert Sperber, Udo Hartmann, CSU-Kreisvorsitzender Stefan Ott, OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug, Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger und Oberbürgermeister Michael Cerny. Bild: Huber
Politik
Amberg in der Oberpfalz
07.04.2016
145
0

Wenn hart um das Image einer Stadt oder Region gerungen wird, spielen sogenannte weiche Standortfaktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle. Genau hier möchte sich ein neuer Arbeitskreis der CSU positionieren.

Er trägt den Namen "Hochschule und Kultur" und wurde am Donnerstag formell im Alten Senatssaal der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg aus der Taufe gehoben. Als Gründungspate fungierte der christsoziale Kreisverband Amberg. Das sei eher den Parteistatuten geschuldet, merkte dessen Vorsitzender Stefan Ott an. Denn diese Runde solle weniger politisch, dafür aber umso breiter ihn ihrer Außenwirkung ausgerichtet sein.

Das ist ganz im Sinne von Udo Hartmann, der zum Gründungsvorsitzenden gewählt wurde. Er stieß als Initiator diesen Arbeitskreis an, weil er die Hochschule im alltäglichen öffentlichen Leben von Amberg besser verankert und präsenter sehen möchte. "Wir wollen auch ein Botschafter der OTH nach außen sein", gab er als Losung aus. Hartmann ist Inhaber eines Ingenieurbüros und Lehrbeauftragter an der Hochschule. Als Mitglied des CSU-Ortsverbandes Sebastian griff er deshalb den Gedanken auf, in Anlehnung an inhaltlich anders ausgerichtete Arbeitskreise der Partei seinem Anliegen gleichfalls diese Form zu geben.

Der Vorsitzende legte ausdrücklich Wert darauf, dass die Mitarbeit nicht an eine Mitgliedschaft in der CSU gebunden ist, da er ein möglichst vielfältiges gesellschaftliches Spektrum in dieser Interessengemeinschaft abgebildet sehen möchte. OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug begrüßte diese Initiative nicht nur, sondern ließ sich - für den neuen Arbeitskreis schmeichelhaft - auch zu einem von zwei stellvertretenden Vorsitzenden wählen. Damit brachte sie zum Ausdruck, gleichfalls einen gewissen Handlungsbedarf im Sinne der neu gegründeten Runde zu sehen. So legte Klug in einem kurzen Porträt der OTH und deren rasanter Entwicklung seit der Gründung vor 20 Jahren dar, dass diese Erfolgsgeschichte (angefangen mit 127 Studenten, geplant für 1500, jetzt 3500) im öffentlichen Bewusstsein vergleichsweise wenig verankert sei. Doch selbst die noch junge Hochschule müsse sich stetig neuen Herausforderungen stellen. So würden beispielsweise Erstsemester immer jünger, so dass sich die berufliche Orientierungsphase mehr und mehr an die Hochschule verlagere.
Wir wollen auch ein Botschafter der OTH nach außen sein.Gründungsvorsitzender Udo Hartmann


Das VorstandsgremiumDer für zwei Jahre amtierende Gründungsvorstand wurde jeweils ohne Gegenvotum von zwölf Stimmberechtigten wie folgt besetzt:

Vorsitzender ist Udo Hartmann, seine beiden Stellvertreter sind Prof. Dr. Andrea Klug und Maxim Ziegler. Zum Schatzmeister wurde Hubert Sperber gewählt, die Tätigkeit des Schriftführers übernimmt Michael Kreutle.

Als Beisitzer ergänzen das Gremium Oberbürgermeister Michael Cerny, Susanne Wasmer, Michaela Holzner und Katrin Fischer. (zm)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.