Bahn sträubt sich nicht mehr
Brücke über Regensburger Straße sanieren

Bundestagsabgeordneter Alois Karl hat es jetzt schwarz auf weiß: Die Bahnbrücke über die Regensburger Straße wird erneuert. Autofahrer fürchten jetzt schon ein Verkehrschaos. Doch einen Zeitpunkt, ab wann die Fahrbahn gesperrt werden soll - also Ausbaubeginn ist - konnte der Politiker noch nicht mitteilen. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
12.01.2016
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Auf diese Meldung hat die Stadt schon lange gewartet. Die Bahn AG stimmt einer Erneuerung der über die Regensburger Straße (B 85) führenden Bahnbrücke zu. 3,2 Millionen Euro sollen ausgegeben werden. Zweifel? Alois Karl von der CSU hat's schriftlich.

Nach intensiven Gesprächen habe Bahn-Vorstandsmitglied Ronald Pofalla, der frühere Chef des Bundeskanzleramts, zugesichert, dass die Bahnbrücke über die Regensburger Straße in Amberg "zukunftsfähig erneuert werden kann". Das steht in einer Presse-Info, die das Büro des Bundestagsabgeordneten Alois Karl am Montag herausgab.

Zukunftsfähig bedeute in diesem Fall, dass die Netz AG der Bahn eine nachträgliche Elektrifizierung und den Anschluss eines zweiten Brückenrahmens für ein zweites Gleis vorbereite. Damit könne verhindert werden, dass bei der sogenannten Metropol-Bahn, dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Nürnberg-Amberg-Schwandorf-Furth-Prag, eine Engstelle entsteht, die im Jargon Flaschenhals heißt und nur mit viel Aufwand beseitigt werden könnte. "Das verbessert den Kosten-Nutzen-Faktor des Vorhabens deutlich", wird Alois Karl in der Mitteilung zitiert

Lange habe sich die Bahn gegen eine Erneuerung der Brücke gesträubt. Unzählige Gespräche, die Alois Karl mit Oberbürgermeister Michael Cerny, dessen Vorgänger Wolfgang Dandorfer und örtlichen CSU-Mandatsträgern mit Vertretern der Bahn geführt hatte, hätten nun dabei geholfen, eine Einigung herbeizuführen.

Das Staatliche Bauamt trete als Baulastträger für die Straße auf, die DB für die Schiene. Wie es heißt, werde die Bahnbrücke über die B 85 für etwa 3,2 Millionen Euro erneuert.

Allerdings war am Montag auch zu erfahren, dass Ronald Pofalla in seinem Schreiben einschränkt: Bei der Umsetzung der Metropol-Bahn gelte es, sich in Geduld zu üben. Noch sei sie nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Eine Bewertung durch den Bund stehe noch aus. Erst, wenn die Finanzierung der Erneuerung vereinbart worden ist, könne auch der weitere Ausbau der Brücke in Angriff genommen werden.
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