Bahnhof,Forum, Bürgerspital-Areal und Kaserne
Kurz vor Entscheidung

Wenn aber alles gut läuft, bekommt Amberg einen neuen Bahnhof, der auch behindertengerecht ist.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
18.05.2016
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Die CSU-Senioren-Union hatte Hauptversammlung. OB Michael Cerny sprach über lokale Themen. Logisch, dass es dabei auch um die Zukunft des Klinikums, des Forums und des Bahnhofs ging.

Amberg. (lj) Kreisvorsitzender und Stadtrat Rudolf Maier zählte die Aktivitäten auf. Als Beispiele nannte er einen Informationsnachmittag zum Thema Pflege, die intensive Auseinandersetzung mit dem seniorenpolitischen Konzept der Stadt, den Besuch der militärhistorischen Sammlung in der Leopoldkaserne und die Fahrt zum Schloß Neidstein.

Oberbürgermeister Michael Cerny kam in seiner Rede zunächst auf das Klinikum zu sprechen. Wegen des gesundheitspolitischen Drucks - die Ausgaben für Personalkosten betragen 70 Prozent des Budgets - werde die Schaffung von Rücklagen immer schwieriger. Kooperationen würden auf Dauer wohl unvermeidbar sein.

Überleitend zur Situation der Alten- und Pflegeheime erläuterte der OB, dass auch hier, um wirtschaftlich zu sein, eine Auslastung von über 90 Prozent erforderlich sei. Mit großem Interesse verfolgten die Senioren die Ausführungen des Stadtoberhauptes zum Thema Forum. Die Planung zu der unter Denkmalschutz stehenden Alten Münze und des Storg-Gebäude sei abgeschlossen. Nach Genehmigung könne mit dem Abriss begonnen werden. Cerny schätzt, dass das im Februar 2017 der Fall sein könnte.

Mit Blick auf das ehemaligen Bürgerspital-Areal hofft der Rathauschef, dass der Stadtrat noch vor der Sommerpause entscheiden kann. Fürs Parkdeck Marienstraße laufe der Wettbewerb. Die Äußerung des Vorsitzenden der IG Menschengerechte Stadt, Achim Hüttner, es könne nicht sein, dass Investoren und nicht der Stadtrat die weitere Entwicklung Ambergs diktieren, könne nur als Stimmungsmache bewertet werden. Für die Spitalkirche sei aus mehreren Gründen eine liturgische Nutzung nicht mehr vorgesehen. Darum stimmten Stadt und Pfarramt St. Martin für eine Profanierung, die durch das Bistum genehmigt wurde. Damit sei es nun möglich, die Kirche für kulturelle Zwecke zu nutzen.

Der Bahnhof war ein weiteres Thema. Die Bahn geht laut Cerny zwar eigene Wege, "wenn aber alles gut läuft, bekommt Amberg einen neuen Bahnhof, der auch behindertengerecht ist". Während der Baumaßnahmen müsste die Stadt dann auch das Umfeld neu gestalten. Die Barrierefreiheit sei aber differenzierter zu betrachten. Selbst wenn der Zugang zu den Bahnsteigen behindertengerecht ist, sei der Rollstuhlfahrer noch nicht im Abteil. Deshalb sei in jedem Zug ein Waggon mit Hublifter notwendig.

Mit dem für 2018/19 geplanten Abzug der Panzerbrigade 12 aus der Leopoldkaserne endet eine 300-jährige Garnisons-Tradition, die man so nicht hinnehmen wolle. Im Zuge der Aufstockung der Bundeswehr böte sich die Kaserne kostengünstig zur weiteren Nutzung an. Diese Forderung werde Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unterbreitet.
Wenn aber alles gut läuft, bekommt Amberg einen neuen Bahnhof, der auch behindertengerecht ist.OB Michael Cerny
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