Breitbandzentrum zieht nach zwei Jahren Zwischenbilanz
Millionen-Turbo vom Kirchensteig

Albert Füracker aus Parsberg ist als Staatssekretär im Finanzministerium auf politischer Ebene für den Breitbandausbau in Bayern zuständig. Am Freitag zog er in Amberg eine Erfolgsbilanz. Die 54 Breitbandmanager aus dem Freistaat trafen sich in den Räumen des Finanzamtes. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.01.2016
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Amberg: Finanzamt |

BGL, OAL, LIF - die Autokennzeichen auf dem Parkplatz ließen am Freitagvormittag schon erahnen, dass sich im Finanzamt etwas von bayernweiter Bedeutung abspielt. Finanzstaatssekretär Albert Füracker lieferte im Sitzungssaal dann auch gleich die Erklärung: "Wenn es um schnelles Internet geht, dann ist Amberg die erste Adresse in Bayern." Zwei Jahre nach seiner Eröffnung zog das für den gesamten Freistaat zuständige Breitbandzentrum eine Zwischenbilanz.

Der Ausbau der Datennetze zwischen Hof und Berchtesgadener Land sei seit 2014 geradezu explodiert. Damals habe die Staatsregierung das 1,5 Milliarden Euro schwere Förderprogramm für kommunale Breitbandprojekte aufgelegt. "Bis Mitte 2015 hat sich die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen in ländlichen Gemeinden von unter 16 auf über 30 Prozent annähernd verdoppelt", erklärte der Staatssekretär. "Insgesamt profitieren damit 800 000 bayerische Haushalte mehr vom schnellen Internet, als noch vor zwei Jahren."

Und der Trend weist laut Füracker steil nach oben: Mehr als 93 Prozent der Städte und Gemeinden seien mittlerweile ins Förderverfahren eingestiegen. 714 der 2056 Kommunen hätten bereits einen Förderbescheid erhalten. Die bewilligten Zuschüsse summierten sich auf rund 258 Millionen Euro. "Das ist das größte Infrastrukturprogramm in Bayern", bilanzierte der aus Parsberg stammende Finanzpolitiker. "Wir sind auf dem richtigen Weg."

Das Lob geht auch auf das Konto des Breitbandzentrums. Sieben Mitarbeiter koordinieren seit Anfang 2014 in den Räumen des Amberger Vermessungsamtes am Kirchensteig die Arbeit der 52 Breitbandmanager, die quer über den Freistaat in den einzelnen Vermessungsämtern angesiedelt sind. In zwei Jahren soll das Förderprogramm zum Breitbandausbau im Großen und Ganzen abgearbeitet sein. Kein Grund zur Sorge für die Mini-Behörde in Amberg. "Ich bin mir sicher, dass wir auch danach noch gebraucht werden", sagte der Leiter des Breitbandzentrums, Oliver Schrempel. "2018 wird es neue Herausforderungen geben."
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