Brückenschlag zur Weststadt

Baureferent Markus Kühne (Zweiter von links) erläuterte der SPD-Fraktion seine Vision, wie er das Areal um OTH und Grammer-Firmenzentrale besser an die Weststadt anbinden will. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
06.09.2016
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Als Baureferent muss er das große Ganze im Blick haben. Der Fokus liegt klar auf ehemaliger Forum-Immobilie und Bürgerspital-Areal. Doch Markus Kühne hat noch auf einen anderen Bereich ein Auge geworfen - und plant diesbezüglich einen ganz besonderen Brückenschlag.

An der Schnittstelle von Grammer-Zentrale und Ostbayerischer Technischer Hochschule (OTH) traf sich die SPD-Stadtratsfraktion mit Markus Kühne, um sich seine Pläne für die Anbindung dieses Areals erläutern zu lassen. Das große Thema Brückenschlag unterstütze ihre Fraktion, so Vorsitzende Birgit Fruth. Sie betonte, wie wichtig es sei, dieses Areal infrastrukturell an die Weststadt anzubinden.

"Wir müssen hier was tun"


Und wie so oft, spielt das Thema Parken eine große Rolle. Kühne spricht diesbezüglich von Zwei-Lager-Kämpfen: Die einen sagen, es gebe zu viele Parkplätze, die anderen meinen, es seien zu wenige. "Und beide Seiten haben recht." Zwar seien viele Stellflächen frei, doch oftmals seien diese nicht dort, wo sie gebraucht würden. Wenn jetzt der Blick nur auf das Areal von Bürgerspital und Forum gelegt werde, laufe man Gefahr, "die Weststadt abzudocken". Eines bekräftigte er: "Wir müssen auch hier was tun." Den Bereich Hochschule, Grammer-Zentrale und deren Nachfolgenutzung bezeichnete der Baureferent als Pfund, mit dem man wuchern könne. Als hinderlich für die Anbindung sah er die vierspurige Straße. "Die trennt viel mehr, als man denkt - auch im Kopf." Uli Hübner verglich es mit der Marienstraße. Kühne pflichtete ihm bei. Obwohl: "Dort ist ein trennendes Element mehr: der Bahndamm."

Chancen in der Fläche


Hinsichtlich der Weststadt führte der Baureferent noch an, dass auch der Malteserkomplex (Wohnen und Dienstleistung) dringend Parkplätze benötige. Deshalb ließ er sich ein Brücken-Parkdeck über die vierspurige Straße einfallen. 17 Meter breit dürfte es nach bisherigen Berechnungen sein. Werde es schmäler, wäre es nur noch die Fahrspur und eine Seite Stellplätze. "Damit verliert man natürlich wieder Parkflächen", so Markus Kühne.

In diesem Überbau sieht der Baureferent die große Chance, neue Flächen zu bekommen - nämlich jene, auf denen jetzt geparkt wird. "Da könnte man eine andere Nutzung hinkriegen", betonte er. Deshalb sein Vorschlag: Die parkenden Autos in dem Brücken-Konstrukt über die vierspurige Straße auf zwei Ebenen zu stapeln und die frei werdende Fläche, die jetzt zum Parken dient, sinnvoller zu nutzen. Gerade angesichts der Nähe zur Hochschule könne er sich vorstellen, dass diese dann "IT- oder forschungslastig" sein könnte.

Uli Hübner erwähnte in diesem Zusammenhang, dass es seine Fraktion gewesen sei, die einst den Antrag auf ein Technologiezentrum gestellt habe. Für Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth wäre das eine Chance, junge Leute, die an der Hochschule studiert haben, auch hier halten zu können. (Angemerkt; Zitate)
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