Bürgermeisterin Brigitte Netta: Online-Notruf für Kinder und Jugendliche in gesamter Oberpfalz
Kinder-Notruf auch online

Mit der Ausweitung des Kinder-Notrufes auf die gesamte Oberpfalz sowie neue Online-Angebote soll die Werbung für diesen Service der Jugendhilfe wieder intensiviert werden. Archivbild: Unger

Oft wird beklagt, Kinder und Jugendliche säßen zu viel am Computer. Das mag ja stimmen. Wer sie erreichen will, sollte sich aber genau deshalb dieser Drähte bedienen. Das Kinder-Notruf-Telefon bekommt Zuwachs.

Bürgermeisterin Brigitte Netta (SPD) sprach als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses am Dienstag von einem "zarten Pflänzchen", das das Gremium vor zehn Jahren auf den Weg brachte. Jetzt hat es offenbar kräftige Wurzeln geschlagen und das Zeug für mehr. Der Telefon-Notruf für Kinder und Jugendliche soll oberpfalzweit geschaltet und durch eine Online-Version ergänzt werden.

Initiative vom Kinderschutzbund Regensburg

Diese offenbar schon recht weit gediehenen Pläne stellte das Jugendamt dem zuständigen Gremium vor. Demnach war vom Kinderschutzbund Regensburg nach einer Jugendleitertagung im vergangenen Jahr die Initiative ausgegangen, das bestehende Amberger Angebot auf den gesamten Regierungsbezirk auszuweiten. Das Notruf-Telefon wird von der Elternschule, respektive dem Mehrgenerationenhaus, betreut.

Angebot ausweiten

Ein erstes Koordinierungsgespräch, berichtete Jugendamtsleiter Richard Donhauser dem Ausschuss, habe Überlegungen konkretisiert, im Zuge der Ausweitung des Notruf-Services für Kinder und Jugendliche die Säule Telefon durch ein Online-Angebot (Chat, Mail, Homepage) zu ergänzen. Letzteres soll in Regensburg angesiedelt und von dort aus betreut werden, Ambergs bestehendes Angebot gelte dann für die gesamte Oberpfalz.

Konkretes Konzept

Laut Donhauser hat dieser Ansatz bereits die Form eines konkreten Konzepts angenommen, das anderen Jugendämtern vorgelegt worden sei. Der Landkreis, Cham, Weiden sowie Stadt und Landkreis Regensburg hätten schon ihre Zustimmung erteilt. Auch der Amberger Jugendhilfeausschuss zögerte nicht, sich anzuschließen, wobei durchaus etwas Stolz durchklang, dass sich das Notruf-Telefon seit seiner Gründung vor zehn Jahren so gut entwickelt habe.

56 Anrufe gezählt

Als angenehmer Nebeneffekt ergebe sich für die Stadt sogar eine geringfügige finanzielle Entlastung, merkte Donhauser noch an. Der Zuschuss (bisher 3600 Euro) liegt nun im aktuellen Haushalt bei 2000 Euro. Mit furiosen Zahlen wartet das Notruf-Telefon für Kinder und Jugendliche nicht auf. 56 Mal wurde es laut dem Bericht der Elternschule zwischen August 2013 und Juli 2014 in Anspruch genommen.

Zwölf Anrufer legten sogar gleich wieder auf, Scherzanrufe noch nicht mitgezählt. Dennoch ließ das Gremium keinen Zweifel aufkommen, an dieser Einrichtung festhalten zu wollen. Vielmehr sieht es sich durch die Ausweitung des Einzugsgebiets sowie auf Online-Kommunikationsformen in seiner bisherigen Haltung gestärkt.
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