CSU debattiert über Flüchtlinge
Krise ohne Königsweg

Das Gesprächsthema war ernst. Bei der Klausurtagung des CSU-Kreisvorstands Amberg-Stadt ging es in erster Linie um die Flüchtlingsproblematik. Auf dem Bild von links: die Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger und Alois Karl, Kreisvorsitzender Stefan Ott und Landtagsabgeordneter Harald Schwartz. Für ihr erstes Treffen dieser Art hatten sich die Christsozialen Etsdorf (Gemeinde Freudenberg) ausgesucht. Bild: hfz
Politik
Amberg in der Oberpfalz
27.01.2016
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Der Amberger CSU-Kreisvorstand diskutierte bei seiner Klausurtagung mit den örtlichen Abgeordneten und plant für das neue Jahr. Schnell stellte sich dabei heraus: Die Flüchtlingskrise bleibt ein strittiges Thema.

Amberg/Etsdorf. "Die Herausforderungen, die auf uns noch zukommen werden, sind enorm", stellte Bundestagsabgeordneter Alois Karl fest, der laut einer Pressemitteilung mit seiner Kollegin Barbara Lanzinger zu dem Treffen ins Pfarrheim Etsdorf gekommen war. Die Amberger Christsozialen wollten erstmals mit einer Klausurtagung das neue Jahr beginnen.

Und so hatte Kreisvorsitzender Stefan Ott den ganztägigen Gedankenaustausch anberaumt. Ebenfalls eingeladen hatte er die örtlichen Abgeordneten aus dem Bundestag, um ihnen die Möglichkeit zu geben, von ihrer Arbeit zu berichten und auf die Entwicklungen in der Flüchtlingsproblematik einzugehen.

"Es gibt keine Königslösung", sagte Alois Karl mit Blick auf das Dauerthema und betonte: "Für mich ist der vernünftigste Lösungsansatz, sehr viel Geld aufzuwenden, um die Fluchtgründe vor Ort zu bekämpfen." Man müsse eine Art Marshall-Plan für die kriegsgeschädigten Länder aufstellen, ergänzte Lanzinger.

Dass der Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland eingedämmt werden müsse, darin waren sich die beiden Bundestagsabgeordneten einig: "Jährlich eine Million Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen und zu integrieren, ist nicht zu schaffen", war sich Karl bei dem Treffen sicher.

Allerdings dürfe man sich den Optimismus, das Problem lösen zu können, auch durch die jüngsten Vorfälle, nicht kaputtreden lassen: "Wir haben durch unsere wirtschaftliche Stärke die Chance, die Herausforderungen zu bewältigen." Allerdings müsse man, um den Zustrom weiter zu begrenzen, mehr gefahrenfreie Drittstaaten ausweisen und auch die innerdeutschen Grenzen wieder besser sichern. Durch mehr Kontrollen könne man Kriminalität und Terrorismus besser bekämpfen.

Der zur Klausurtagung hinzugestoßene Landtagsabgeordnete Harald Schwartz forderte, dass die Rechtsstaatlichkeit wieder besser und konsequenter in der Flüchtlingsproblematik durchgesetzt werden müsse.

Auch der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl war Gast des Amberger CSU-Kreisvorstands.
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