CSU-Fraktion auf Sommertour
Ziel: Sanierungs-Stau reduzieren

"Es wird immer Bedarf geben", versicherte Kirchenpfleger Manfred Baldauf. Auch Kindergarten-Leiterin Michaela Neiswirth würde sich über die Sanierung freuen.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
14.09.2016
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Feuerwehrkommandant Herbert Rath (Zweiter von links) gab den CSU-Politikern einen kurzen Einblick in die Technik der Karmensöldener Einsatzfahrzeuge. Bilder: inl (2)

"Die Sommerzeit ist vorbei, jetzt fängt der Fraktions-Alltag wieder an", sagte Dieter Mußemann zu seinen Stadtratskollegen, als die CSU das GMG, den Kindergarten Dreifaltigkeit und die Karmensöldener Feuerwehr besuchte. Die Quintessenz: Der kleine, gezielte Einsatz von Mitteln bringt oft die innovativsten Lösungen hervor.

/Schäflohe. Erste Station der Besichtigungstour war das Gregor-Mendel-Gymnasium. Dort erfuhr die CSU-Stadtratsfraktion, dass die umfangreiche Neugestaltung der Klassenräume nur die Retro-Vorhänge aus den 70er Jahren überlebt haben.

GMG-Direktor Peter Welnhofer zeigte auf, wie die Schulfamilie die genehmigten Sondermittel von 150 000 Euro eingesetzt hat. In allen Zimmern sei die Beleuchtung ausgetauscht und die Beschallung verbessert worden. "Zudem haben wir die Räume einheitlich gestrichen. In Weiß, Grün und Grau, gemäß den Schulfarben", fuhr der Oberstudiendirektor fort. Auch die Technik an den Lehrerpulten sei vollständig aufgerüstet worden. Neben einem Internetanschluss und einem platzsparenden Universalstecker kämen vor allem die vielseitigen Dokument-Kameras gut beim Kollegium an.

Zukunft mit WLAN


Kommende Themen seien die Versorgung mit WLAN und die Überprüfung der Beton-Substanz im Gebäudeteil von 1972, blickte stellvertretender Direktor Werner Kraus in die nahe Zukunft. Die CSU-Fraktion bekräftigte das Konzept einer schrittweisen Sanierung. "Wir können nicht in 25-Jahres-Abständen auf eine Generalsanierung warten, sondern müssen Vorrangiges gleich lösen", bemerkte Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann. "So kann man auch effizienter mit den Schulen kommunizieren und den Sanierungs-Stau reduzieren", bekräftigte OB Michael Cerny. Natürlich müsse man aber Planungen für eine Rundum-Erneuerung im Hinterkopf behalten.

Zwei FunktionenMit nur 45 000 Euro bringt die Feuerwehr Karmensölden ihr Gebäude in Schäflohe auf Vordermann. Wie Vorsitzender Gerhard Graf berichtete, habe er mit der Summe, die auf Bestreben der CSU-Fraktion im vergangenen Haushalt genehmigt worden sei, sogar mehr umbauen können als ursprünglich geplant. Pünktlich zum 125-jährigen Bestehen im nächsten Jahr hat das Feuerwehrhaus eine erneuerte Außenfassade und modernisierte Fenster. Die Arbeiten sollen in zwei Wochen beendet sein, informierte Graf. Eine sinnvolle Investition, sagte Oberbürgermeister Michael Cerny: "Bei uns haben die Wehren zwei Funktionen": Neben der Sicherheit leisteten sie auch einen "großen Teil an gesellschaftlicher Arbeit im Dorf". (inl)


Kombi-Lösung: Kindergarten und KrippePfarrer Ludwig Gradl und Kirchenpfleger Manfred Baldauf informierten die CSU-Stadtratsfraktion über den Umbau des Kindergartens Hl. Dreifaltigkeit. "Aktuell sind nur noch zwei Räume nutzbar, der erste Stock ist wegen Brandschutzmängeln nicht mehr zugänglich", schilderte Baldauf. Da der Freistaat den Aufbau von Kinderkrippen finanziell fördert, plane die Pfarrei eine Kombilösung: Krippe im Erdgeschoss, Kindergarten im ersten Stock. Laut Martin Schafbauer von der Stadt Amberg könnten der Freistaat und die Stadt zwei Drittel der zuweisungsfähigen Kosten übernehmen, den Rest die Pfarrei und die Diözese. "Auch von hier muss Zustimmung kommen", gab Pfarrer Ludwig Gradl zu bedenken. Auch wenn die von München geforderte Bedarfsplanung über 25 Jahre nicht ohne Risiko für die vier beteiligten Akteure ist: "Wir können uns aus heutiger Sicht nur dafür entscheiden", ermutigte Mußemann. Aufgrund der Flüchtlingszahlen sei Bedarf für 150 zusätzliche Kindergartenplätze entstanden, so OB Michael Cerny. Michael Flierl vom zuständigen Architektenbüro gab die Gesamtkosten für eine Sanierung mit 580 000 Euro an. (inl)
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