CSU-Kreisvorstand tagt
Keine Sorgen wegen Grammer

Politik
Amberg in der Oberpfalz
27.06.2016
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Der Umzug der Grammer-Zentrale nach Ursensollen kam bei der Sitzung des CSU-Kreisvorstands auf den Tisch. Dabei machte OB Michael Cerny klar, dass es bereits Interessenten für die Nutzung des aktuellen Standorts gibt.

Cerny sagte zu dem Thema: "Natürlich ist es schade, dass ein Unternehmen wie Grammer seinen Hauptsitz aus der Stadt abzieht." Positiv dabei seien aus seiner Sicht aber wenigstens drei Dinge. "Erstens: Das Unternehmen bleibt in der Region. Zweitens: Der Standort in der Georg-Grammer-Straße neben der Technischen Hochschule ist so interessant, dass wir bereits kurz nach Bekanntwerden der Grammer-Entscheidung Anfragen für diesen Standort hatten, mit denen wir zwei Drittel der Fläche kurzfristig belegen könnten. Und Drittens: Für die Firma Grammer bisher vorgehaltene Flächen lassen sich nun schrittweise zusammen mit der OTH entwickeln, um Firmen, für die ein direkter Zugang zur Hochschule interessant und wichtig ist, in passender Umgebung ansiedeln zu können."

Gegenwind überwunden


Der OB lobte den Einsatz der CSU und vor allem von Barbara Lanzinger für eine Weiterentwicklung des Bahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe. Die Bundestagsabgeordnete erwiderte das Lob: "Die Stadtverwaltung und OB Michael Cerny haben den Ball trotz politischem Gegenwind aufgenommen, und so sind wir mit der Bahn in sehr guten Verhandlungen."

Kreisvorsitzender Stefan Ott wollte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Der Gegenwind war mal wieder nur ein laues Lüftchen. Noch im Januar stellten sich die Fraktionsvorsitzende der SPD und ihr Stellvertreter hin und sprachen davon, dass der Bahnhof jetzt nicht angegangen werden solle und CSU und OB nur reden, statt zu handeln." Als die SPD-Stadträte gemerkt hätten, "dass die Aktivitäten von CSU und OB keine Luftnummern sind, drehten sie sich hart in den Wind und forderten, den Bahnhof besser heute als morgen abzureißen". Ott bilanzierte: "Manchmal täte es der Spitze der Amberger SPD gut, nicht nur Luftschlösser zu bauen oder heiße Luft abzulassen."

Sehr zufrieden äußerte sich der Kreisvorsitzende über das, was die örtliche Partei im vergangenen Jahr - seit den parteiinternen Neuwahlen - auf die Beine gestellt habe. Barbara Lanzinger erwähnte hier besonders die Besuche des EVP-Fraktionsvorsitzenden im Europaparlament, Manfred Weber, und von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller beim Kreisverband. Kreisgeschäftsführer Maxim Ziegler hob die Wiederbelebung der Kommunalpolitischen Vereinigung und die Neugründung des Arbeitskreises Hochschule hervor. Deren Vorsitzende Rupert Natter und Udo Hartmann wurden in den Kreisvorstand kooptiert.

Söder und Stoiber zu Gast


Besuche hochrangiger Politiker stehen auch in der Zukunft an: Zum Sommerempfang am Donnerstag, 14. Juli, um 19 Uhr kommt Heimatminister Markus Söder, zur gemeinsamen Feier zum 70-jährigen Bestehen der Kreisverbände Amberg-Sulzbach und Amberg-Stadt am Freitag, 22. Juli, um 19 Uhr im Gasthaus Ritter in Hahnbach der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber.

Der Kreisvorstand beschloss, nach der Sommerpause eine Veranstaltungsreihe zur Weltpolitik ins Leben zu rufen, die die Verbindungen Deutschlands mit verschiedenen Ländern und deren Staats- und Regierungschefs beleuchten soll. "So hat der Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Moskau, Markus Ehm, ein ehemaliger Sulzbacher und Kreisrat des Landkreises, dank der Vermittlung von Harald Schwartz bereits zugesagt, uns zur Politik in Russland zu berichten", sagte Stefan Ott.

Manchmal täte es der Spitze der Amberger SPD gut, nicht nur Luftschlösser zu bauen oder heiße Luft abzulassen.Der Amberger CSU-Kreisvorsitzende Stefan Ott in Richtung des politischen Mitbewerbers


Wir hatten bereits kurz nach Bekanntwerden der Grammer-Entscheidung Anfragen für diesen Standort, mit denen wir zwei Drittel der Fläche kurzfristig belegen könnten.OB Michael Cerny
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