Da ist noch Luft nach oben! Die DEPRAG
Frauen-Union Amberg besucht den nächsten ortsansässigen „Hidden Champion“

Informationen aus erster Hand: Dr. Rolf Pfeiffer (rechts) führte die Frauen-Union um Vorsitzende Michael Frauendorfer (links) durch die Deprag und geizte nicht mit wissenswerten Informationen über die Firma. Bild: hfz
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.11.2016
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Die Deprag: Ihre langen hohen Mauern entlang des Kurfürstenrings kennt jeder. Doch was verbirgt sich dahinter? Das Unternehmen, das im Laufe der Zeit in eine Art Innenstadtlage hineinwuchs, ist weltweit tätig. Die Frauen-Union wollte noch mehr über die Firma erfahren.

Amberg. (tk) )Mit ihrer Vorsitzenden Michaela Frauendorfer an der Spitze, hat es sich die Frauen-Union zur Aufgabe gemacht, lokale mittelständische Firmen "besser kennenzulernen und deren Wert für Amberg zu entdecken", wie es in einer Presse-Info der CSU-Vertreterinnen heißt.

Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Rolf Pfeiffer führte die Gruppe durch das Unternehmen und ließ wissen, dass die Deprag auf dem Gebiet der Schraubtechnik, Automation sowie bei Druckluftmotoren und Druckluftwerkzeugen weltmarktführend sei. Aktuell seien rund um den Globus 600 Mitarbeiter beschäftigt, davon ungefähr 350 in Amberg.

Die Deprag lege "sehr großen Wert auf die Ausbildung eigener Mitarbeiter", um den hohen Standard halten zu können. Damit den jungen Menschen weiterhin eine attraktive Ausbildung geboten wird, investiere die Firma mit einem eigenen Ausbildungszentrum in die Zukunft.

Nicht ohne Stolz präsentierte Pfeiffer die Grundmauern des Neubaus, der im Sommer 2017 bezugsfertig sein wird. Die alten Hallen von 1870 beherbergen heute noch die Produktion, aber auch die Büros der Ingenieure. Das Unternehmen wird bereits in dritter Generation von Diplom-Kauffrau Ingrid Schulz-Hallmann (Mehrheitsgesellschafterin) sowie den Geschäftsführern Dr. Erik Hallmann und Dr. Rolf Pfeiffer geleitet. "Das ist ein deutliches Bekenntnis zum Standort Amberg", freute sich Michaela Frauendorfer. Pfeiffer, der auch Vorsitzender des Amberg-Sulzbacher Industrie- und Handelsgremiums ist, konstatierte: "Unsere Auftragslage ist gut. Wir könnten mehr Aufträge annehmen, aber es sind wichtige Stellen im Ingenieurbereich nicht zu besetzen."

Besonders beeindruckt zeigten sich die Mitglieder der Frauen-Union laut der Mitteilung von den Innovationen auf dem Gebiet der Energierückgewinnung mit Hilfe der sogenannten Green Energy Turbine. Deren Entwicklung sei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Bundestages gefördert wurde. "Dies ist ein großer Schritt in die Zukunft", sagte Frauendorfer. Gerade im Bereich der technischen Weiterentwicklung sei die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und insbesondere der OTH in Amberg hervorragend, wird die Vorsitzende zitiert.

Aus Sicht der Frauen-Union gebe es jedoch einen kleinen Haken: "Leider ist die Zahl der weiblichen Mitarbeiter noch unterdurchschnittlich", räumte Pfeiffer ein, was aber daran liege, dass im gewerblichen Bereich und bei den Ingenieuren im Vergleich wenige Bewerbungen von Frauen vorliegen. Das Unternehmen unterstütze jedoch flexible Arbeitszeiten, um Beruf und Familie optimal miteinander vereinbaren zu können.
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