Die Leitplanung steht
Parkdeck für 1200 Autos

Im Hintergrund zeichnen sich die vorhandenen Stellplätze an der Marienstraße in einem bestehenden Parkdeck sowie unter freiem Himmel ab. Ein voluminöses Deck mit bis zu vier Obergeschossen soll die Kapazität auf 1200 Plätze aufstocken. Eine Ein- und Ausfahrt zur Regensburger Straße (Vordergrund, links der Bahndamm) wird schwierig. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
04.03.2016
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Jetzt kann das Rathaus Klinkenputzen gehen. Der Stadtrat dürfte diese Entscheidung mit Freude durchwinken. Der Bauausschuss hat am Mittwoch den Bebauungsplan-Entwurf Südlich der Marienstraße einstimmig gebilligt und macht damit den Weg für ein Parkdeck mit bis zu fünf nutzbaren Ebenen frei. 1200 Stellflächen sollen so an der östlichen Haupteinfallachse der Stadt entstehen. Um das umzusetzen, begibt sich Amberg auf die Suche nach einem privaten Investor. Die Ausschreibung geht nun raus.

Spielräume offenhalten


Die inhaltliche Debatte ist schon lange ausdiskutiert. Deshalb beschränkte sich Baureferent Markus Kühne auf eher technische Details. Viel zu erzählen hatte er nicht. Denn den Unternehmen, die einsteigen wollen, sollen möglichst große Planungsspielräume zugestanden werden. Das östlich an die Altstadt angrenzende Dienstleistungsviertel im Umfeld der Marienstraße (hauptsächlich ehemalige Emailfabrik Baumann) habe sich hervorragend entwickelt, merkte Kühne noch einmal an. Die Notwendigkeit weiterer Parkplätze in der gewünschten Größenordnung stehe außer Frage.

Die neu überplante Fläche wird bereits jetzt ausschließlich als Stellfläche für Autos genutzt. Im nordwestlichen Bereich steht auch schon ein vergleichsweise kleines Parkdeck. Der Rest sind Stellplätze unter freiem Himmel. Sie sollen nun mit bis zu vier Obergeschossen überbaut werden können. Damit bekommen Schallschutzauflagen eine tragendere Bedeutung. "Wichtig sind für das neue Parkdeck", heißt es in der Verwaltungsvorlage zudem, "eine gut gestaltete Schaufassade zur Regensburger Straße und eine gute Einfügung an der Marienstraße (bevorzugt mit Fassadenbegrünung)".

Die größte Herausforderung stellt allerdings der Anschluss der 1200 Plätze an die Regensburger Straße (B 85) dar. "Wir müssen die Marienstraße unbedingt entlasten", machte Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) klar, dass er in diesem Punkt keine Verhandlungsmasse sieht. Trotz der damit verbundenen bautechnischen Probleme. Denn diese Zu- und Abfahrt (jeweils rechts herum) wird unmittelbar neben dem dortigen Bahndamm und der Unterführung der Regensburger Straße liegen. Dieses Brückenbauwerk, das hat die Bahn angekündigt, steht zur Erneuerung an.

Straße wird abgesenkt


Das wird wiederum ein Tieferlegen der Trasse der Regensburger Straße nach sich ziehen. Um wie viel, steht noch nicht genau fest. Doch der Platz für schräge Auf- und Abfahrtsrampen ist knapp. Insgesamt dürfte es in diesem Bereich mit einer deutlich abgesenkten Bundesstraße 85 äußerst knapp werden.

Darauf verwiesen unter anderem Hans-Jürgen Bumes (Grüne) und die beiden CSU-Stadträte Helmut Weigl und Bernhard Schöppl, denen zudem sichere Lösungen für Fußgänger und Radfahrer ein Anliegen sind. Ebenso sollte es zum Einfahren von der Regensburger Straße her genügen Rückstaufläche geben.
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