Die Schule ein Sorgenkind

Rektor Stephan Tischer (links) vermittelte den CSU-Politikern (von rechts: Oberbürgermeister Michael Cerny, Christian Schafbauer, Rudolf Maier, Dieter Mußemann, Martin Preuß und CSU-Orts- und Kreisvorsitzender Stefan Ott) den Charme seiner Schule aus den 60er Jahren.

Eine heruntergekommene Schule, parkende Lastwagen an der Hirschauer Straße, ein neues Stadtteilzentrum und Radwege entlang der Hirschauer Straße: Mit diesen Themen hat sich die CSU befasst - bei "Vor Ort" im Stadtteil Ammersricht.

"Wir waren schon oft mit der Fraktion in Ammersricht", sagte Dieter Mußemann, Vorsitzender der CSU im Stadtrat. Heftig sei immer diskutiert wurden, aber stets seien die von Bürgern an den Ortsverband herangetragenen Probleme weitgehend gelöst worden.

Ammersricht sei ein aufstrebender Teil der Stadt mit jeder Menge Bauland, das es noch zu erschließen gelte. Alle notwendigen Infrastruktureinrichtungen seien vorhanden: Kita, Kindergarten, Grundschule und einige Nahversorger. Mußemann unterstrich, dass in Amberg die Nachfrage nach günstigem Bauland das vorhandene Angebot um ein Vielfaches übersteige. Werde ausgewiesen, gebe es sofort für eine Parzelle drei Interessenten, "denn viele wollen einfach Amberg als Lebensmittelpunkt behalten oder aus dem Umland wieder nach Amberg zurückkehren".

Gerade in Ammersricht sei in den letzten Jahren ohne Ende gebaut worden. Seit durch die Umgehungsstraße der Verkehr aus dem Ortskern rausgenommen worden sei, steige die Nachfrage nach Bauland. "Gerade heute steht hier kein einziger Lkw", bedauerte Martin Schafbauer und erklärte, dass sonst tonnenschwere Lkw dicht hintereinander ab der Amannstraße parkten. Fraglich sei, ob dieser Seitenstreifen für derartige Gewichte geeignet sei. Für die Bewohner der an der Stichstraße "Am schwarzen Weg" liegenden Neubauten seien diese Lastwagen eine durchaus vermeidbare Belästigung.

Ein Bürger merkte an, dass einige Fahrer in Ammersricht wohnen und am Abend oder am Wochenende dort ihren Lkw abstellen. "Wenn wir schon wissen, wer hier parkt, dann könnten wir doch mit dem Betreffenden sprechen und über eine Lösung nachdenken", sagte Cerny. Parken für Lkw durch Buchten oder Bäume unmöglich machen, lautete der Vorschlag von Martin Schafbauer. Dieter Mußemann will prüfen lassen, ob der Untergrund überhaupt für Schwerlastwagen geeignet ist.

Heizung schon sehr alt

Stadtrat Christian Schafbauer und Kreisvorsitzender Stefan Ott, der zugleich Chef der CSU Ammersricht ist, sehen dringenden Sanierungsbedarf bei der Schule. Der Hausmeister traue sich nicht mehr, einige Fenster zu öffnen, weil er befürchte, dass ihm der ganze Rahmen entgegenfällt. Laut Rektor Stephan Tischer ist nicht der ganze Bau marode, aber der Westflügel habe schon "den Charme der 60er Jahre". Derzeit würden in 14 Klassen über 260 Schüler unterrichtet, je etwa zur Hälfte in Grund- und Mittelschule. Hausmeister Thorsten Windisch sagte, die Heizung ist so alt, dass dafür keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind.

"Es muss was getan werden", sagte Dieter Mußemann. Würde mitten im Winter die Heizung total ausfallen, würde es viel Geld kosten, schnell Abhilfe zu schaffen. "Die Beschattung der nach Süden ausgerichteten Klassenzimmer bringe keine Erleichterung", sagte der Hausmeister. Bei der momentanen Hitze steige die Temperatur in den Klassenzimmern auf 30 Grad. Rektor Tischer bezeichnete die großen Klassenzimmer als ungeeignet für künftige moderne Lernmethoden. Ott meinte, dass die Schule unbedingt im machbaren Rahmen ertüchtigt werden müsse.

Ein vernünftiges Konzept

Laut OB Michael Cerny erwarten die Eltern von einer Schule vernünftige Klassenzimmer. Fenster, Heizung und Toiletten müssten saniert werden. Dafür sei ein Konzept erforderlich. Nur eine Menge Geld einstellen, sei der falsche Weg.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.