Direktkandidatur für den Bundestag
Lanzinger kann auf ihren Stadtverband bauen

Barbara Lanzinger hat die Unterstützung des CSU-Kreisverbandes Amberg-Stadt. Archivbild: Huber
Politik
Amberg in der Oberpfalz
07.10.2016
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Die Kampfabstimmung um die Kandidatur für das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2017 rückt näher, und die Amberger Abgeordnete Barbara Lanzinger sammelt ihre Truppen. Jetzt hat sich der Vorstand des CSU-Kreisverbandes Amberg-Stadt, wie erwartet, zugunsten der 61-Jährigen positioniert. Das Gremium fasste laut Presse-Info einstimmig den förmlichen Beschluss, Lanzinger zu unterstützen.

Die Ambergerin, die 2013 über die CSU-Landesliste in den Bundestag gewählt wurde, macht dem Inhaber des Direktmandats, Alois Karl (65) aus Neumarkt, den Rang streitig. "Barbara Lanzinger soll für die CSU das Direktmandat holen", hatte Kreisvorsitzender Stefan Ott bereits im April die Richtung vorgegeben. "Deshalb werden wir sie den Delegierten vorschlagen." Die Abgeordnete selbst schloss bereits aus, noch einmal für die CSU-Landesliste zur Verfügung zu stehen. "Wenn ich nicht als Direktkandidatin antreten kann, dann ist für mich Schluss", umriss die stellvertretende Vorsitzende der bayerischen Frauen-Union ihre Bundestags-Ambitionen.

Zur Entscheidung kommt es am Donnerstag, 17. November, in Kastl. Dort treffen sich an diesem Tag die 160 Wahlkreisdelegierten, um den Direktkandidaten zu küren. Bislang gibt es keinen dritten Bewerber um die Position. Die CSU Amberg-Stadt stellt 19 Wahlmänner und -frauen; sie werden am Donnerstag, 27. Oktober, von den Delegierten der Ortsverbände bestimmt. Der Kreisverband Amberg-Sulzbach entsendet 59 Vertreter. Wer nach Kastl fährt, entscheidet eine Versammlung, die für Dienstag, 11. Oktober, in Freudenberg anberaumt ist.

Das Neumarkter Lager verfügt über 82 Wahlmänner und -frauen - zwei mehr, als Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach aufbieten können. Dennoch rechnet sich Lanzinger Chancen aus, die Abstimmung zu gewinnen. Rückenwind bekam sie nun vom Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion, Dieter Mußemann. Er betonte laut Pressemitteilung, dass mit Lanzinger "insbesondere die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach, aber auch die Frauen Union und der Bereich Neumarkt" aktuell bereits eine starke Fürsprecherin auf Bundesebene hätten und das auch in den nächsten Jahren so bleiben solle.

Thema der Vorstandssitzung war auch die Amberger Stadtpolitik. Wie es in der Mitteilung heißt, habe JU-Kreisvorsitzender Tobias Neudecker die SPD-Fraktion im Stadtrat attackiert: "Die Äußerungen der SPD zu verschiedenen Insolvenzverfahren in Amberg sind unerträglich." Solidaritätsbekundungen gegenüber den betroffenen dienten lediglich dem Stimmenfang. "Dieses Verhalten finde ich beschämend", sagte Barbara Lanzinger dazu.
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Markus Ritter aus Amberg in der Oberpfalz | 07.10.2016 | 20:47  
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