Direktmandat bei der Bundeswahlkreiskonferenz kein Thema
Begegnung der kurzen Art

Politik
Amberg in der Oberpfalz
10.04.2016
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Barbara Lanzinger und Alois Karl waren da. Er allerdings nur wenige Minuten, weil er noch einen anderen Termin hatte. Die Bundeswahlkreiskonferenz der CSU ging wie immer hinter verschlossenen Türen über die Bühne. Der Kampf um das Direktmandat soll in diesen zwei Stunden kein Thema gewesen sein.

./Kastl. Lanzinger ist die Vorsitzende des Bundeswahlkreises 232, sie hatte am Freitag in den Forsthof in Kastl eingeladen. Rund 20 Teilnehmer aus den Landkreisen Neumarkt und Amberg-Sulzbach sowie der Stadt Amberg folgten ihrem Ruf. Unter ihnen auch der Finanzstaatssekretär und Oberpfälzer Bezirksvorsitzende Albert Füracker, Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Bezirksrat Martin Preuß und Landrat Richard Reisinger.

Ging es um das Direktmandat und die beiden, die es haben wollen? "Es war kein Thema, definitiv nicht", erklärte Lanzinger am Sonntagvormittag auf Nachfrage. Auch, weil es nicht auf der Tagesordnung gestanden sei. Nicht groß äußern wollte sich Lanzinger am AZ-Telefon zu den Aussagen des Neumarkter CSU-Stadtverbandsvorsitzenden Robert Renker zum Direktmandats-Gerangel: "Das lasse ich einfach so stehen. Für mich ist das erledigt."

"Jeder hat Eigeninteresse"


Renker hatte unter anderem betont, dass bei der Entscheidungsfindung "sicher nicht die erkennbaren Eigeninteressen einzelner um ihre politische Zukunft oder andere Scheinargumente im Vordergrund stehen". "Jeder hat ein Eigeninteresse", entgegnete Lanzinger nun. Sie gehe den Kampf um die Direktkandidatur für den nächsten Bundestag "gelassen und entspannt" an. "Ich stelle mich der Verantwortung, weil ich die Rückendeckung der eigenen Leute habe." Es sei eine Ehre, von ihnen vorgeschlagen zu werden (wir berichteten), ebenso empfinde sie es als Ehre, Bundestagsabgeordnete zu sein.

Gesprochen hat man in Kastl über den Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2015. In Neumarkt seien die drei Projekte bereits im "vordringlichen Bedarf plus" und in der Planungsphase. Lanzinger begrüßt dies und sieht im Augenblick keinen Anlass zur Nachbesserung.

Jetzt müsse aber der Landkreis Amberg-Sulzbach in den Fokus gerückt werden. Es sei zwar erfreulich, dass die Metropolenbahn im potenziellen und die Straßenprojekte im weiteren Bedarf seien. Doch "wir werden dazu als CSU alle noch nicht berücksichtigten Argumente und Zahlen liefern", damit sie noch in den "vordringlichen Bedarf plus" übernommen werden, sagte Lanzinger. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Unterstützung von Staatssekretär Albert Füracker. Er kündigte "Forderungspapiere" an. (Angemerkt, Hintergrund)
Das lasse ich einfach so stehen. Für mich ist das erledigt.Barbara Lanzingers Kommentar zu den Äußerungen der Neumarkter CSU
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