Einsturzgefährdetes Haus zwischen Fußgängerzone und Eichenforstgäßchen: Keine Entwarnung
Problemhaus bereitet Sorgen

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Amberg waren am Freitag damit beschäftigt, die Einsturzgefahr zu bannen. Ihre Aufgabe war es, das Haus entsprechend abzustützen. Bilder: gf

Statiker, Baufirma, Architekt, Technisches Hilfswerk und Vertreter des Baureferats sahen sich am Freitag das Gebäude noch einmal genauestens an, um den Schaden einschätzen zu können und festzulegen, welche Sicherungsmaßnahmen nun nötig sind.

Danach konnten sie allerdings keine Entwarnung geben für das einsturzgefährdete Haus zwischen Fußgängerzone und Eichenforstgäßchen (wir berichteten). Die Überprüfung habe ergeben, so berichtete der Sprecher der Stadt Amberg, Thomas Graml, auf Nachfrage, dass neben Hussel und dem O2-Shop (beide Georgenstraße 7) auch der Bonita-Laden (Georgenstraße 9) betroffen ist. Er musste ebenfalls geräumt werden.

Drastische Risse in der Wand

"Unklar ist, wie lange der Schaden schon besteht", erklärte Graml. Es müsse sich nicht zwangsläufig um eine akute Verschlechterung handeln. Gut möglich, dass die problematische Wand zwischen den Gebäudeteilen bereits seit längerer Zeit in keinem guten Zustand ist. Baureferent Markus Kühne sprach von "drastischen Rissen", die seiner Ansicht nach nicht sehr alt sind.

Gefahr für die Standsicherheit

Da zwei Statiker unabhängig voneinander eine Gefahr für die Standsicherheit festgestellt hätten, gebe es für die Stadtverwaltung keinen Ermessensspielraum mehr, machte Thomas Graml deutlich: "Konsequenterweise muss sie alles Mögliche unternehmen, dass es nicht zu Personenschäden kommt. Insofern waren die Wohnungen und Ladenlokale zu räumen."

Notsicherungsmaßnahmen werden fortgesetzt

Die Notsicherungsmaßnahmen, die am Freitag liefen und heute eventuell fortgesetzt werden, dienen dazu, die betroffene Wand so weit zu stabilisieren, dass es keine akute Gefährdung für Anwohner, Kunden und Passanten mehr gibt. Wenn es an diesem Wochenende gelinge, die Sache in den Griff zu bekommen, und der Statiker danach zu dem Schluss gelangen sollte, dass die Einsturzgefahr gebannt ist, sagte Graml, dann könnten die Geschäfte vermutlich am Montag wieder geöffnet werden.
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