Elektrifizierung am Mittwoch ein Thema

Jahrzehnte hing die Elektrifizierung der Bahnverbindung von Nürnberg über Amberg, Schwandorf und Furth im Wald weiter nach Prag am Prellbock auf dem Abstellgleis. Ab Mittwoch, 20. Juli, aber soll der Zug langsam anrollen. Zumindest setzt Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder darauf: "Diese Strecke genießt laut Bundesverkehrsministerium Top-Priorität", versicherte er am Donnerstag beim AZ-Redaktionsgespräch. Am Mittwoch soll sie mit dieser Einstufung in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.

Die Staatsregierung stehe voll hinter diesem Vorhaben - wohl wissend, dass es sich um keine EU-Trasse handle und mit Fördermitteln aus Brüssel nicht zu rechnen sei. Dann müsse Deutschland eben für die Kosten aufkommen. Ähnlich, wie dies auf tschechischer Seite durch die Regierung des Nachbarlandes bereits geschehen sei. Söder beklagte in diesem Zusammenhang die "blamable Struktur" hierzulande. Während die Verkehrswege in der Nord-Süd-Richtung passabel seien, "sind die Ost-West-Achsen sehr ausbaufähig". Was die Strukturpolitik anlange, habe die Staatsregierung den ostbayerischen Raum zum Schwerpunkt erklärt.
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