Feuerwehr Amberg feiert 150. Jahre
Feuer für Kameraden

Das Interesse des Publikums war ihnen garantiert: Die Firedancers aus Frankfurt spielten mit den Flammen.

Draußen roch es brandig, drinnen züngelten die Flammen richtig hoch. Dicke Rauchschwaden zogen durch das Amberger Kongresszentrum. Keiner rief die Feuerwehr. Sie war schon längst da und guckte seelenruhig zu. Am Freitagabend feierten die Kameraden mit 400 Gästen ihren 150. Geburtstag.

Politiker, Ehrengäste, die komplette Führungsspitze des Feuerwehrverbandes, Freunde - "fast alle, die wir eingeladen haben, sind auch gekommen", freute sich Stadtbrandrat Bernhard Strobl, der mit seiner kurzen Begrüßung à la Altneihauser Feierwehrkapell'n schon mal die Richtung für den dreistündigen Festakt vorgab: Kurzweilig, mit Anekdoten gespickt und actiongeladen präsentierte sich die Veranstaltung. Dafür sorgten auch die Firedancers aus Frankfurt mit einer Feuershow.

Ein Rückblick auf 150 Jahre Amberger Feuerwehr durfte natürlich nicht fehlen. Er lasse sich hauptsächlich in drei Epochen gliedern, so Strobl: In den ersten 50 Jahren war die Truppe mit Pferdegespann unterwegs. Danach stand die Phase der Motorisierung an. In den jüngsten 50 Jahren sei nicht allein die Brandbekämpfung, sondern vor allem die technische Hilfeleistung in den Fokus gerückt. "Ungezählt sind die Stunden derjenigen, die diese Aufgaben damals übernommen haben und die das heute noch tun", sagte Strobl. Ohne Lohn, "nur vergütet durch eine funktionierende Kameradschaft und dem Anspruch, dass nicht der Eigennutz, sondern der Wille für die Hilfe am Nächsten der Antrieb war".

Oberbürgermeister Michael Cerny legte diesmal schon vorab die Größe des Fasses fest: 150 Liter Freibier spendierte das Stadtoberhaupt erneut, nachdem er beim Neujahrsempfang "leichtsinnigerweise ein Fass ohne Größenangabe" versprochen habe. Er sah es auch an der Zeit, einmal Danke zu sagen, stellvertretend für alle Amberger, für das "insgesamt gute Gefühl, dass uns bei Bränden oder Unfällen bestmöglich geholfen wird". Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, nahm es mit Humor, dass die Begründung für seine Einladung darin bestanden habe, "dass meine zwei Vorgänger auch hier waren". "Und mein Nachfolger wird sich jetzt 2040 auch nicht drücken können", sagte der "bekennende Bayern-Fan" aus Schleswig-Holstein. Klar, dass am Ende nur Lob übrig blieb für die "tolle Stadt und ihre tolle Feuerwehr". Für Musik sorgte die Max-Reger-Saxofongruppe.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/feuerwehr150
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