Geschäftsführer Peter Ostermeier verlässt Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz
Wechsel vom Verkehr zum Wasser

Peter Ostermeier. Bild: wsb
Politik
Amberg in der Oberpfalz
30.06.2016
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Zuerst war die Verabschiedung von Peter Ostermeier (41) hochoffiziell im Saal der Stadtwerke. Später wurde die Sache etwas gemütlicher - auf dem Bergfest. Die Vertreter der 13 Kommunen, die im Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz zusammengeschlossen sind, dankten ihrem scheidenden Geschäftsführer für die leidenschaftliche Aufbauarbeit bei dem Mitte 2014 gegründeten Zweckverband.

OB Michael Cerny als Vorsitzender des Zweckverbandes erläuterte, dass Ostermeier, der zuvor Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Manching (bei Ingolstadt) gewesen war, eine neue Anstellung als Geschäftsführer eines Zweckverbandes zur Wasserversorgung in der Nähe seines Heimatortes gefunden habe. Die habe er seiner Familie zuliebe angenommen, weil er dadurch mehr Zeit zu Hause verbringen könne. Man habe der Veränderung schweren Herzens zugestimmt. Da die Gründung des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz von den Mitgliedern her einen Schwerpunkt bei Regensburg hatte, "hat Peter Ostermeier ursprünglich wohl eher mit einem Dienstsitz in Regenstauf gerechnet", erläuterte Cerny. Es wurde aber dann Amberg.

"Das ist ja keine klassische Behörde, sondern eher wie eine Existenzgründung", meinte der OB zum Zweckverband. "Und da gibt es für den Geschäftsführer eben keine 38,5- oder 40-Stunden-Wochen." Ostermeier habe dennoch mit großem Elan gearbeitet und sich sogar zum Messtechniker ausbilden lassen. "Es gibt keine Aufgabe im Zweckverband, die er nicht schon selber erfüllt hat", sagte Cerny. Zudem habe der Oberbayer immer einen guten Kontakt zu den Mitgliedsgemeinden gehalten.

Ob Ostermeier in seinem neuen Aufgabenbereich einen ruhigeren Posten hat, ist noch nicht raus. "Da haben sie letzte Woche erstmals seit 23 Jahren Verunreinigungen im Wasser gefunden", berichtete er. Aber er habe ja auch schon in Amberg eine "aufregende und sehr spannende Zeit" erlebt. Ostermeiers Nachfolgerin wird zum 1. Juli Jasmin Ramsauer , die Leiterin des Rechtsamtes der Stadt Amberg.

Vor der Verabschiedung hatte die Verbandsversammlung den Jahresabschluss 2015 festgestellt. Den Jahresfehlbetrag von 38 053 Euro begründete Ostermeier auf der einen Seite mit den anfänglichen Ausgaben für die Ausstattung (unter anderem ein Messfahrzeug) und den Mehrausgaben, weil eine Mitarbeiterin längere Zeit krank gewesen sei. Auf der anderen Seite habe man erst seit April bzw. Mai Einnahmen generieren können, weil das Fahrzeug mit Verspätung geliefert worden sei. Im ersten Quartal dieses Jahres sei man aber bereits "mit 8000 Euro im Plus".
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