Hauptversammlung von CSU-Arbeiternehmerschaft
Bei der Pflege auf gutem Weg

CSA - hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Christlich Soziale Arbeitnehmerschaft in der CSU. Schwerpunktmäßig ging es bei der Hauptversammlung um das Thema Pflege. Auch Neuwahlen standen an.

Amberg. Es waren laut einer Presse-Info gleich vier lokale CSU-Politiker, die sich mit den interessierten Mitgliedern unterhielten: Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Bezirksrat und Bürgermeister Martin Preuß, Oberbürgermeister Michael Cerny und Kreisvorsitzender Stefan Ott. In seinem Statement ging Martin Preuß, der ein Seniorenheim in Sulzbach-Rosenberg leitet, auf die aktuelle Situation ein. Der Bezirksrat, seit fast 20 Jahren in leitender Funktion im Pflegebereich tätig, sieht die Politik vor allem mit dem Pflegestärkungs-Gesetz II und dem neuen Bedürftigkeitsbegriff auf dem richtigen Weg, "da darin erstmalig Demenzkranke beziehungsweise Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Berücksichtigung finden". Ebenso bewertete er den künftigen Eingang der Behandlungspflege in die neuen Begutachtungsrichtlinien als grundsätzlich "positiv".

Auch Dank der CSU


"Langjährige Forderungen, die auch von der Christlich Sozialen Arbeitnehmerschaft vertreten wurden, sind dabei angepackt worden", unterstrich Harald Schwartz in seinem Beitrag: "So wurden die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation sowie die Verbesserung der Personalschlüssel in der vollstationären Pflege mit maßgeblicher Unterstützung der CSU durchgesetzt. Gerade in Bayern sorgt ein höherer Personalschlüssel für bessere Verhältnisse als in anderen Bundesländern."

Aber nicht alle machen mit


Dem pflichtete Martin Preuß bei: "Schon seit 1. Januar 2014 kann bayernweit mit den Kostenträgern ein von Pflegestufenun abhängiger Zusatzschlüssel in Höhe von 1:40 vereinbart werden. Ab Januar 2016 ist dieser Zusatzschlüssel für Pflegekräfte sogar auf 1:26,4 verbessert worden." Einstimmig habe der Bezirkstag im November 2013 diesen Eckpunkten zugestimmt. Damit seien die auf Oberpfalz-Ebene erwarteten Sozialhilfe-Mehrkosten von knapp fünf Millionen Euro in der ersten Umsetzungsstufe sowie im zweiten Schritt ab Januar 2016 von noch einmal fast zwei Millionen Euro freigegeben worden. Bei der Dokumentation gelte nun der Grundsatz: "So viel wie nötig und so wenig wie möglich." Die dadurch eingesparte Zeit kommt laut Preuß, direkt den Pflegebedürftigen zugute. Unzufrieden zeigte sich der Bezirksrat, der die Oberpfalz auch im Landespflegeausschuss vertritt, jedoch mit den aktuellen Umsetzungsquoten. So würden sich in Bayern bislang nur 29,4 Prozent der Pflegebetriebe an der Entbürokratisierung beteiligen. Nur etwas besser sähe es mit der Vereinbarung höherer Pflegepersonalschlüssel aus: Lediglich 40 Prozent der bayerischen Pflegeheime hätten bisher darauf zurückgegriffen. "Da ist noch viel Luft nach oben", bilanzierte Preuß.

Aus der HauptversammlungCSA-Vorsitzender Andreas Werner blickte auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Dabei lag der Fokus auf der Mitarbeit auf Bezirks- und Landesebene. Viele Themen, die die CSA auch in Amberg beschäftigt, beträfen alle Arbeitnehmer und müssten deshalb mit Mandatsträgern auf allen Ebenen diskutiert werden. Die Ergebnisse der Neuwahlen: Kreisvorsitzender bleibt Andreas Werner. Seine Stellvertreter sind OB Michael Cerny, Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann und Elisabeth Müller, die auch als Schatzmeisterin und Schriftführerin fungiert. Beisitzer sind Anton Donhauser, Gregor Fritsch, Josef Mußemann, Martin Preuß und Herbert Seidl. Die Kasse prüfen Norbert und Susanne Wasner. Delegierte für die Bezirksversammlung sind Andreas Werner, Herbert Seidl, Martin Preuß, Andreas Neiswirth und Elisabeth Müller. In der Landesversammlung vertreten Andreas Werner und Elisabeth Müller den Kreisverband.
Weitere Beiträge zu den Themen: Pflege (77)CSA (11)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.