Hausmeister der Jurawerkstätten: Geschwindigkeitsüberschreitung mit Aufsitzrasenmäher
Wenn der Aufsitzmäher zum Schrecken der Autobahn wird

Klaus Schmidt rast schon wieder. Mit seinem Aufsitzmäher wurde der Hausmeister der Jurawerkstätten in Frankreich mit 142 Stundenkilometern geblitzt. Oder war er es gar nicht? Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
24.10.2014
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Bisher haben sie Klaus Schmidt für einen eher harmlosen Vertreter seiner Zunft gehalten. Hausmeister der Jurawerkstätten ist der Mann. Er repariert Dinge, die kaputt sind, hilft hier wie da und pflegt mit seinem schicken neuen Kubota BX2350 Aufsitzmäher die Rasenflächen. Was so ein Hausmeister halt so tut. Dachten sie bisher.

Doch jetzt sind sie ihm auf die Schliche gekommen: Klaus Schmidt ist ein gefährlicher Raser. Er und sein Aufsitzmäher sind der Schrecken der französischen Autobahnen. Die Polizisten in unserem Nachbarland erschaudern, wenn sie vom Kubota BX2350 mit der Zulassung AM-JW 25 hören. Neulich haben sie ihn wieder geblitzt. Mit 142 Stundenkilometern waren Klaus Schmidt und sein Mäher auf der A 6 zwischen Paris und Lyon unterwegs. In Höhe der Ortschaft Sevrey hat die Radarfalle zugeschnappt.

Strafzettel für Schmidt

Pech für die diabolischen Rasenmäher-Raser, dass Frankreich seit heuer Strafzettel auch nach Deutschland verschickt. Drei solcher Tickets sind dem Geschäftsführer der Jurawerkstätten, Bernhard Albrecht, auf den Schreibtisch geflattert. Und jedes Mal war der Aufsitzmäher der Einrichtung erwischt worden - irgendwo in der französischen Provinz. Sorgfältig erfasst war die Nummer AM-JW 25. Die Schreiben mit dem Hinweis versehen, wenn die Jura gleich zahle, dann koste es nur 45 Euro. Klaus Schmidt wurde zum Rapport bestellt, er leugnete, obwohl die Beweise erdrückend waren.

Unterlaubtes Verwenden des Dienstfahrzeugs

Zum notorischen Rasen gesellte sich da noch der Tatbestand des unerlaubten Verwendens eines Dienstfahrzeugs auf ausländischen Autobahnen. Doch Schmidt blieb dabei: Sein Mäher schafft maximal 14 Stundenkilometer und in Frankreich war er damit schon gar nicht. Pech für die Franzosen. Sie können sich jetzt den Kopf darüber zerbrechen, wer mit der Nummer eines Amberger Aufsitzmähers am Fahrzeug regelmäßig über ihre Autobahnen brettert.
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