IHK-Gremium fordert zentrale Tiefgarageneinfahrt an genau dieser Stelle
Bahnhofstraße bleibt Favorit

Einer der Entwürfe für eine Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
26.10.2016
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"Dieses innerstädtische Filetstück spielt für die gesamte Amberger Innenstadt eine bedeutende Rolle." Zitat: IHK-Gremiumsvorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer

Das IHK-Gremium positioniert sich: Per Beschluss spricht es sich für eine zentrale Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße aus und fordert, dass neben den Quartiers-Stellplätzen genügend Parkflächen für den Kundenverkehr in der Altstadt geschaffen werden sollen.

Das hält das Amberg-Sulzbacher Gremium in einer nach seiner Herbstsitzung herausgegebenen Presseerklärung fest. Die Planungen für die Bebauung des Bürgerspitalareals diskutierte es mit Oberbürgermeister Michael Cerny und Vertretern des Projektentwicklers Ten Brinke.

Das niederländische Unternehmen mit Niederlassung in Regensburg hatte den von der Stadt ausgelobten Wettbewerb gewonnen und möchte nun hinter der Spitalkirche auf 5000 Quadratmetern Grundfläche "einen Mix aus Wohnen, Arbeiten und Handel" schaffen, wie Andreas Kern von Ten Brinke sagte. Im Erdgeschoss sollen ein Nahversorger und ein Drogeriemarkt Platz finden, darüber Büros, Praxen und Wohnungen. "Die Nachfrage nach Wohnraum in der Innenstadt ist enorm", wird Projektentwickler Kern in der Presse-Info zitiert. Die Unternehmer in der IHK-Runde und der OB seien denn auch der Meinung gewesen, dass in der Innenstadt neben Handel attraktive Flächen für Dienstleistungen und Wohnen gebraucht würden. "Nur alle paar Jahrzehnte gibt es eine Situation, in der eine so große Fläche mitten in der Stadt neu zu bebauen ist", betonte Kern.

Stadtzentrum profitiert


IHK-Geschäftsführer Johann Schmalzl glaubt: "Mit einem interessanten Angebotsmix im Neubau auf dem Forum-Gelände und im Neubau auf dem Bürgerspitalareal wird die Amberger Innenstadt an Attraktivität gewinnen. Die beiden Projekte werden für eine höhere Besucherfrequenz sorgen, und davon profitieren alle Betriebe im Stadtzentrum".

Dass die nach der bayerischen Bauordnung vorgeschriebenen Stellplätze für die Firmen und die Wohnungen nur unter der Erde zu realisieren seien, liege auf der Hand, so die IHK in ihrer Mitteilung weiter. Und weil für eine Ansiedlung interessanter Handels- und Dienstleistungsbetriebe öffentliche Stellplätze benötigt würden, waren sich Cerny, die Investoren und die Mitglieder des Gremiums einig, dass diese Tiefgarage "mindestens auf einer Ebene auch als öffentliche Garage errichtet werden muss". Damit die Kunden sie einfach erreichen können, votierten die IHK-Leute dafür, die Zufahrt zu beiden Tiefgaragen zentral über die Bahnhofstraße zu bewerkstelligen: "Die Besucher fahren so über eine Einfahrt nach unten und zweigen dort ab: nach links in die Neue Münze, nach rechts ins Bürgerspital. Die Ausfahrten erfolgen separat über die Untere Nabburger Straße beziehungsweise die Ziegelgasse."

Marktstände und Freisitze


Gremiumsvorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer begrüßte die Lösung, weil mit ihr das "heiße Eisen" innerstädtische Quartiersgarage vor einer Lösung stehe und für die Kunden des Zentrums die Parkplatzsuche leichter werde. Gremiumsmitglied Karlheinz Brandelik erwartet, "dass mit einer zentralen Einfahrt am Entree der Altstadt auch der Parkplatzsuchverkehr verringert wird". OB Cerny kann sich laut IHK vorstellen, dass hinter der Einfahrt und um die Spitalkirche herum ein neuer Platz gestaltet wird, "auf dem Marktstände und Freisitze zukünftig für mehr Aufenthaltsqualität sorgen". Gremiumsmitglied Dagmar Kierner wünscht sich dort auch Bäume und Grün, weil das in der Altstadt viel zu selten sei.

Dieses innerstädtische Filetstück spielt für die gesamte Amberger Innenstadt eine bedeutende Rolle.IHK-Gremiumsvorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer
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