Integrationskurs geschafft: Teilnehmer aus zehn Nationen
Fundament für ein Leben in Deutschland

Lehrerin Gabriele Stucke (vorne links) gratuliert Wlodzimierz Marszeniuk, dem Lehrgangsbesten, im Beisein (dahinter von links) von ISE-Geschäftsführer Peter Blendowski, Erwin Röhrer (Bundesamt), Edgar Schott (Leiter Ausländeramt Stadt), Gertraud Mertel (Ausländeramt Landkreis), Olga Mirz (Jobcenter) und Karolin Mycka, die das zweitbeste Ergebnis hat. Bild: usc
Politik
Amberg in der Oberpfalz
19.05.2017
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"Sie haben mit der Teilnahme am Integrationskurs mit dem Ziel B1 das Fundament für ihr Leben in Deutschland gebaut." So umschrieb ISE-Geschäftsführer Peter Blendowski das Zeugnis, das 17 von 24 Teilnehmern aus zehn Nationen am Berufsbildungsinstitut erworben haben. Vier erreichten die darunter liegende Kenntnis-Stufe A2.

600 Stunden Sprachunterricht und 100 Stunden Orientierungs-Modul umfasste der Kurs, den des Jobcenter und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge förderten, unterstützt von den Ausländerämtern der Stadt und des Landkreises. Die Teilnehmer, meist noch unter 30 Jahren, kommen aus Syrien, dem Irak, dem Iran, aus Afghanistan, China, Weißrussland, Kasachstan, Lettland, Polen und Bulgarien. Das Sprachniveau B1 befähigt die Zuwanderer, im Alltag alles zu verstehen und eine Arbeit aufzunehmen, wie Blendowski bei der Zeugnisverleihung versicherte.

Wer von den Fremdsprachlern eine anerkannte Ausbildung anstrebt, etwa für Krankenpflege oder verschiedene andere Ausbildungsberufe, müsse sich noch einmal auf den Hosenboden setzen und für das Erreichen des Sprach-Niveaus B2 büffeln. Blendowski berichtete von anfänglichen Problemen zwischen den Kursteilnehmern, was religiöse und ethnische Vorbehalte anbelangt. Vorurteile, die schnell abgebaut worden seien. Er ermunterte die Teilnehmer Kontakt zu Vereinen zu suchen, deutsche Sender anzuschalten und mit den Nachbarn deutsch zu sprechen. Der Abschluss sei ein Erfolg für die Bemühungen des Bundesamts, das viel Geld für Integrationsmaßnahmen ausgebe, sagte Erwin Röhrer, Bundesamts-Regionalkoordinator. Er verwies auf verschiedene Möglichkeiten, ein noch höheres Sprach-Niveau zu erreichen. Es bedeute auch Chancen für höhere Berufsangebote.

Gertraud Mertel, Leiterin des Ausländeramts des Landkreises, sagte mit Blick auf die Zukunftsplanung der Absolventen, dass B1 auch für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis in einigen Jahren und für eine Einbürgerung n von Bedeutung sei. Olga Mirz, Arbeitsvermittlerin des Jobcenters, sagte, sie sei froh, dass sie sich nun mit den Hilfesuchenden unterhalten und weiterarbeiten könne in Richtung Arbeit. "Erfolgreiche Integration geht nicht ohne Sprache", betonte abschließend Edgar Schott vom Amberger Ausländeramt.
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