Investor will 7400 Quadratmeter am Bergsteig kaufen und für Wohnen entwickeln
Nach Rundbau-Ende geht’s rund

Wo einst an der Rosenthalstraße der Rundbau stand, entsteht neues Wohnen mit Blick auf die Glaskathedrale von Walter Gropius im Hintergrund. Dadurch und durch die schon bestehende gute Infrastruktur wird der Bergsteig nach CSU-Ansicht zu einem qualitativ hochwertigen Stadtviertel. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
16.11.2016
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Der Rundbau ist abgerissen. Doch an seiner Stelle könnte es rundgehen am Bergsteig. Wie Stadtbauchef Maximilian Hahn bei einem CSU-Termin informierte, will ein Investor hier rund 7400 Quadratmeter Fläche kaufen und ein Projekt "in Richtung Wohnen" realisieren. Die Christsozialen würden dazu zur Abrundung gerne noch Gewerbe sehen.

All das ist noch nicht in trockenen Tüchern, weshalb sich Hahn mit einer Namensnennung des Interessenten und dessen konkreten Wünschen noch bedeckt hielt. Andererseits kam das Thema bei einem Ortstermin der Stadtratsfraktion und des CSU-Ortsverbandes Bergsteig am Montagabend schon mal auf den Tisch, nachdem beide Seiten wissen wollten, wie es an der Rosenthalstraße nach dem Abbruch des einst prägenden Rundbaus weitergehen soll.

Kanalisation ist geklärt


Und nicht nur hier: Auch der neue Bebauungsplan Bergsteig-Mitte stand im Fokus, der nächste Woche im Bauausschuss und danach im Stadtrat verabschiedet werden soll. Selbst dazu gab es neben seinen neuen Möglichkeiten mit Einzel-und Doppelhausbebauung sowie Geschosswohnungsbau nur positive Signale. Baureferent Markus Kühne informierte, dass auch die einst leidigen technischen Themen wie Wasserentsorgung, Kanalisation, Regenrückhaltebecken und Straßenerschließung samt nötigem Grunderwerb nun abgeschlossen sind. Mit dem Wasserwirtschaftsamt habe man eine Lösung gefunden, das Oberflächenwasser Richtung Krumbach abzuleiten. Heißt: Der Erschließung von Rosenthal- bis Breslauerstraße steht nichts mehr im Wege.

Beste Wohnqualität wartet


Wie CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann betonte, sind dafür im Haushalt 2017 eine Million und im Etat 2018 1,2 Millionen Euro vorgesehen. In zwei Jahren soll der Bau der ersten Häuser möglich sein, hieß es auf die vom ehemaligen langjährigen Ortsverbandsvorsitzenden Peter Dankesreiter mehrfach gestellte Frage. "Das ist die große Chance, den Umbau am Bergsteig zu einem attraktiven Stadtgebiet endgültig zu vollziehen", warb Mußemann für den neuen Bebauungsplan. "Wir schaffen ein Wohnareal, das beste Qualität hat", hob der Fraktionsvorsitzende auf die neue und schon bestehende Infrastruktur mit Kindergarten, Kirche, Sportverein, Einkaufsmöglichkeiten Auf den Franzosenäckern usw. ab.

In dem Zusammenhang warf Peter Dankesreiter die Frage auf, ob im Hinblick auf den angekündigten Auszug der Bundeswehr aus der Leopoldkaserne auch schon ein Gesamtkonzept für dieses Areal und seine Anbindung in Richtung Kümmersbruck existiert. Wie Kühne vorausschickte, wird sich das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) dieser Aufgabe annehmen. Außerdem sei mit der Nachbargemeinde eine Kostenaufteilung getroffen worden und teils nötiger Grunderwerb schon erfolgt.

Bima-Kontakt zur Kaserne


Oberbürgermeister Michael Cerny ergänzte, dass die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bereits vorbesprochen habe, "beispielhaft mal eine Planung übers Gelände drüberzulegen", bevor frühestens 2017 offizielle Gespräche darüber geführt würden. Die nimmt die Bima in der Regel erst zwei Jahre vor Freiwerden eines Militärareals auf (wenn die Panzerbrigade 2019 auszieht) - insofern hat die Stadt laut OB hier den Fuß schon in der Tür.
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