Junge Union kritisiert politischen Ascherdonnerstag
SPD hat sich "im Ton vergriffen"

Die CSU hat einen, der Situation angemessenen, sachlichen und seriösen Ton angeschlagen.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
14.02.2016
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Am Wochenende kam die Retourkutsche: "Die Amberger SPD hat sich bei ihrem politischen Ascherdonnerstag deutlich im Ton vergriffen", so sieht es der Kreisvorsitzende der Jungen Union Amberg, Tobias Neudecker, in einer Presseerklärung. Trotz des Verzichts der Parteien auf den üblichen Politischen Aschermittwoch - aus Respekt vor den Opfern des Zugunglücks von Bad Aibling - gab es in Amberg Veranstaltungen von CSU und SPD.

Im Gegensatz zur SPD habe aber die CSU bei ihrem traditionellen Fischessen "einen, der Situation angemessenen, sachlichen und seriösen Ton angeschlagen und auf Seitenhiebe auf politische Mitbewerber nahezu gänzlich verzichtet", hält Neudecker fest. Er findet: "Dass die SPD nun auf ihrer Veranstaltung harte Kritik an ihrem Kooperationspartner im Amberger Stadtrat übt und diese Zusammenarbeit mit der CSU mit drastischen Worten kritisiert, ist nicht nachzuvollziehen und in Anbetracht des Unglücks von Bad Aibling völlig unangebracht."

Merkwürdig sei es auch, meint die Junge Union, wenn die SPD moniere, nur den Abfall von der Regierungsbank zu bekommen und sich selbst Infos besorgen zu müssen. Dazu wird stellvertretender JU-Kreisvorsitzender Tobias Stubenvoll in der Pressemitteilung mit folgenden Worten zitiert. "Ist es nicht die Aufgabe jeder Fraktion und jedes einzelnen Stadtrats, sich die notwendigen Information zu verschiedenen Themen selbst zu beschaffen? Und hat nicht jeder Stadtrat die gleichen Möglichkeiten, an Informationen zu kommen?"

"Besonders dreist" empfindet JU-Vorstandsmitglied Florian Füger die Aussage von SPD-Fraktionsvorsitzender Birgit Fruth, dass die Bürger die ewigen Querelen und Streitereien, "zugegebenermaßen in diesem Fall auf die gesamte bayerische SPD bezogen", leid seien. Denn im selben Atemzug zettele sie genau diese im Amberger Stadtrat erneut an. Dabei sei es doch die CSU gewesen, die nach der letzten Kommunalwahl auf die SPD zugegangen sei, um die jahrelangen Streitigkeiten zu beenden und durch eine Kooperation die Entwicklung der Stadt voranzutreiben.
Die CSU hat einen, der Situation angemessenen, sachlichen und seriösen Ton angeschlagen.JU-Kreisvorsitzender Tobias Neudecker
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