"Junges Gemüse" erwünscht

Markus Jobst (links) ging bei der CSU in Karmensölden auf die Breitbandversorgung ein, Ortsvorsitzender Norbert Wasner (rechts) griff aktuelle politische Themen in der Stadt Amberg auf. Bild: gf
Politik
Amberg in der Oberpfalz
11.05.2016
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Die CSU muss weiblicher und jünger werden, forderte der Karmensöldener Ortsvorsitzende Norbert Wasner. Mit einem hohen Durchschnittsalter hätten alle Parteien zu kämpfen. "Wir brauchen junges Gemüse", sagte er. "Dann sind wir auf dem besten Weg, die Interessen unser Bürger durchzusetzen."

Karmensölden. Wasner erinnerte an die Einweihung des Kinderspielplatzes in Schäflohe, die Herbstwanderung, den mit der Poppenrichter CSU initiierten Ortstermin zum Tempolimit zwischen Poppenricht und Karmensölden sowie das Bürgerschießen bei der Schützengesellschaft Freischütz Karmensölden.

Kein Tempolimit


Zur aktuellen Kommunalpolitik meinte der Vorsitzende, dass ein Spiel- oder Grillplatz im Landschaftsschutzgebiet Fuchsstein vom Tisch sei. Das Grillen neben eventuell ausgetrockneter Waldfläche sei zu gefährlich, erklärte er dazu. Wasner fand, dass eher darüber nachgedacht werden sollte, Grillmöglichkeit auf der Kräuterwiese anzubieten. Freilaufflächen für Hunde im ehemaligen Standortübungsgelände Fuchsstein sollten in begrenztem Umfang freigegeben werden. Wasner bedauerte, "dass Polizei und Landratsamt ein Tempolimit zwischen Poppenricht und Karmensölden ablehnen". In Amberg könnte der Leerstand des ehemaligen Forums innerhalb der nächsten drei Jahre behoben sein, fuhr Wasner fort, der mit einer Lösung beim früheren Bürgerspital spätestens im Herbst rechnet.

"Nahezu grenzwertig"


Bauland werde die Stadt zeitnah in ausreichendem Umfang ausweisen, sei es in Ammersricht, am Bergsteig oder im Drillingsfeld, Reservierungen könnten Anfang 2017 beantragt werden. Wenig Freude sei aufgekommen, als die großen Volksparteien bei den Landtagswahlen deutliche Verluste akzeptieren mussten, erklärte der Vorsitzende und betonte, dass die CSU die Ängste der Bürger ernst nehme, " die für eine unregistrierte Einwanderung kein Verständnis haben".

Den Vorwurf, die Stadt habe zu wenig getan, um Grammer in Amberg zu halten, wies Wasner zurück. Das Entgegenkommen der Stadt sei nahezu grenzwertig gewesen und hätte sicher weitere Unternehmen animiert, die Stadt mit Forderungen zu überziehen. CSU-Kreisvorsitzender Stefan Ott merkte dazu an, dass der Betrieb eben nicht mehr Inhaber geführt sei. Diejenigen, die jetzt dort das Sagen hätten, hätten keinen persönlichen Bezug mehr zu Amberg.

Ott forderte, dass die Bahntrasse von Nürnberg nach Prag im Bundesverkehrswegeplan bleiben müsse, "denn sonst bleibe Amberg für immer abgehängt". Die Mitglieder wählten Delegierte für die Kreisvertreterversammlung: Ludwig Erras (Speckmannshof), Rudolf Hopf, Armin Müller, Norbert Wasner, Susanne Wasner (Ersatzleute: Gerhard Bernklau, Stefan Brem, Peter Knerr, Josef Scharl, Beate Wollmann).

Vernünftige Versorgung auch im kleinen OrtEine vernünftige Breitband-Versorgung müsse auch in kleineren Orten möglich sein, betonte Markus Jobst, Inhaber der IT-Firma Jobst DSL. Seit 2008 versorge er große Teile des Landkreises, außerdem Bereiche in den Landkreisen Schwandorf und Neustadt/WN. Sein Unternehmen arbeite über große Entfernungen mit Richtfunk, dann über die Kabelverzweiger der Telekom, was bei Vectoringtechnik beim Endkunden im Idealfall bis zu 100 Mbit/s ermögliche. Jobst erläuterte einen Anbieterwechsel, wobei beim Endkunden "alles beim Alten bleibe". Befürchtungen, dass von seinen Richtfunksendern gefährliche elektromagnetische Strahlen ausgehen, seien vollkommen unbegründet, da sei das Telefonieren mit einem Handy gefährlicher. (gfr)
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