Kanalerneuerung und Neugestaltung von Straßen
Bagger rollen in die Amberger Altstadt

Im Frühjahr wird mit dem Austausch von desolaten Kanälen in der Altstadt begonnen. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.11.2016
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Die nächsten Bagger rollen auf Amberg zu. Diesmal steuern sie die Innenstadt an. Rund um die Obere Nabburger Straße müssen die Kanäle erneuert werden. Kosten: rund 1,3 Millionen Euro. Kollabiert dann der Verkehr?

Zumindest assoziierte CSU-Stadtrat Helmut Weigl die roten Striche auf dem Luftbild des Areals spontan mit Adern, die bald verstopfen könnten. Mutmaßliche Diagnose: Verkehrsinfarkt.

Es war das erste Thema der elf Tagesordnungspunkte umfassenden und fast vier Stunden dauernden Sitzung im Baureferat. Tiefbauamtsleiter Norbert Füger stellte am Mittwoch im Bauausschuss die Kanalerneuerung und Neugestaltung von Straßen in der südöstlichen Altstadt vor. "Die Zustände dort sind schlecht", verdeutlichte der Fachmann. 2015 habe es einen Rohrbruch gegeben. Manche Wasserleitungen stammen von 1924. Das Abwasser einer chemischen Reinigungsfirma, die sich einst im Kaufhof befand, wirkte sich schadhaft auf den Beton aus. Trotz aller Planungen betonte Füger, das der Zeitplan "von den Zuständen abhängt, die wir dort vorfinden".

Beginn im Frühjahr


Begonnen wird im Frühjahr 2017 mit dem Austausch desolater Kanäle in der Oberen Nabburger Straße. Im Zuge der Arbeiten werden, beginnend vom Nabburger Tor, die Schmutz- und Regenwasserkanäle durch einen neuen Mischwassersammler ersetzt und die Hausanschlüsse umgebunden. Der erste Abschnitt soll in zwei Wochen fertig sein, doch es gibt weitere fünf. Parallel kann an den Engstellen nicht gearbeitet werden. "Es sind viele Versorgungsleitungen im Baufeld zu verlegen oder zu erneuern. Das erfordert eine Bauzeit von sieben bis acht Monaten", informierte Füger. Vollsperrungen und veränderte Verkehrsführungen zwischen Bahnhofstraße, Unterer und Oberer Nabburger Straße, Hinter der Mauer, Schanz-, Haberloch- oder Münzgäßchen werden sich in dieser Zeit die Waage halten. Füger warb um Verständnis: Anliegern könnte eventuell mit kostenlosem SMS-Parken geholfen werden. "Das sind unsere Klein-Medikamente". Füger.

Infopoint für Anwohner


OB Michael Cerny: "Wir versuchen alles zu machen, um die Anliegen der Anlieger und Gewerbetreibenden zu berücksichtigen." Auch wenn dies eine "große OP an dieser Stelle" bedeute. Cerny kündigte eine Info-Veranstaltung für Anwohner zum Thema an. Sind die Arbeiten abgeschlossen, werden die Straßen zunächst provisorisch asphaltiert. "Eine Neugestaltung der Oberfläche soll erst nach Abschluss aller großen Bauvorhaben wie Neue Münze und Bürgerspitalareal, folgen", sagte Füger.

Wir müssen hier etwas machen. Sonst hat das Geschäft offen, aber die Toilette funktioniert nicht mehr.OB Michael Cerny
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