Klare Ansage der Freunde des Mariahilfbergs
Gegen jede weitere Bebauung

Sie stehen auch künftig an der Spitze der Freunde des Mariahilfbergs (von links): Schatzmeieter Peter Zobel, Vorsitzender Hans-Jürgen Bumes, Stellvertreterin Elke Winkel und Schriftführer Helmut Wilhelm. Bild: gf
Politik
Amberg in der Oberpfalz
09.02.2016
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Sie machen ihrem Namen alle Ehre. Möglichst wenig zubauen und möglichst viel Natur erhalten, dafür stehen die alten und neuen Vorsitzenden der Freunde des Mariahilfbergs ein.

Amberg. (gfr) Bei der Mitgliederversammlung im Pirk-Stüberl am Eisberg betonte Vorsitzender Hans-Jürgen Bumes, dass Planungen für ein massives Parkdeck nördlich des Klinikums St. Marien nicht weiter verfolgt werden. Nicht glücklich gewesen sei der Verein mit den bisherigen Vorstellungen, die nur zu einem vermehrten Verkehrsaufkommen am Mariahilfbergweg geführt hätten. Zudem hätte der große Baukörper einfach nicht in die Landschaft gepasst.

Das neue Parkdeck zwischen Marienstraße und Bahn dagegen biete für die Zukunft ausreichend Parkfläche. Dem Klinikumspersonal könnte das alte Parkdeck vorbehalten bleiben. Mit den aktuellen Vorhaben im Bereich "Degelberg Nord" sei er einerseits zufrieden, sagte Bumes, der für die Grünen im Stadtrat sitzt, aber auch die vorherige Planung hätte schon genügend Bauland ausgewiesen. Bei den Straßen Buchenweg und Eichenhain wollen die Freunde des Mariahilfbergs laut Bumes nicht das Füllen der Baulücken verhindern, sondern einen aufwendigen Straßenausbau. Beim Buchenweg sei die große Schleife an der Abzweigung vom Galgenbergweg vom Tisch.

Der Hinweis aus dem Rechtsreferat der Stadt, dass die Ablehnung der linksseitigen Bebauung des Buchenwegs einer Enteignung gleichkomme, sei Unsinn, wertete Grünen-Stadtrat Helmut Wilhelm, denn am Eigentum habe sich nichts geändert, nur Baurecht wäre weggefallen. Nun kämen Erschließungskosten auf alle Anlieger des Buchenwegs zu.

Schon vor 40 Jahren


Mit Blick auf den Eichenhain stellte Bumes klar, dass man sich nicht gegen eine Bebauung der künftig erschlossenen Grundstücke wende. Nur sollte der Ausbau des Eichenhains überdacht werden, mit Wendehammer wären alle Bauparzellen erreichbar, kostengünstiger wäre der Ausbau. Eine Anwohnerin des Eichenhains meinte, dass sie für die Erschließungskosten schon vor 40 Jahren herangezogen worden sei. Wer jetzt dort bauen will, soll auch die künftigen Erschließungskosten bezahlen. Wenn das so weitergehe, fresse sich die Bebauung immer mehr in Richtung Bergkirche, meinte Stadtrat Dr. Klaus Ebenburger, er lehne grundsätzlich eine weitere Bebauung in diesem Bereich ab und sei durchaus bereits, zu gegebener Zeit den Klageweg zu unterstützen.

Mit der Ausweitung des Naherholungsgebiets Ammerbachtal sei eine alte Forderung in Erfüllung gegangen, ergänzte Bumes. Der Hundefreilauf müsse zum Schutz von Bodenbrütern eingeschränkt werden. Mit Infotafeln an den Zufahrten könnte die vermehrte Freizeitnutzung dieses Gebiets gefördert werden.

Erfreulich ist laut Bumes, dass es um das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Amberg und Ursensollen ruhig geworden ist, denn 140 Hektar Gewerbefläche würden einfach nicht zwischen Amberg und Ursensollen reinpassen. Es gebe schon ausreichend Gewerbefläche in den Umlandgemeinden.

Vorstand bestätigt


Mit neuen Gesichtern im Vorstand war es schlecht bestellt, so dass die Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt wurden. Zu Kassenrevisoren wurden Christa Schmidt und Johann Gleixner bestellt.
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