Kommunale Verkehrsüberwacher ziehen Bilanz: 302 000 Euro eingenommen
Blitzer machen Kasse

Seit 2015 bittet die Stadt Temposünder per Kommunaler Verkehrsüberwachung zur Kasse. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
10.06.2016
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Autofahrer, die innerorts 10 bis 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs sind: Das sind die "Top-Kunden" der Verkehrsüberwacher. Im vergangenen Jahr spülten die flotten Wagenlenker mehr als 100 000 Euro in die Kasse des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, bei dem die Stadt Amberg federführend tätig ist. 13 Oberpfälzer Kommunen haben sich zusammengeschlossen, um die Ahndung von Verkehrsverstößen selbst in die Hand zu nehmen. Neben Amberg und Hirschau gehören Tirschenreuth, Nittenau und Bruck sowie acht Gemeinden im Kreis Regensburg der Organisation an.

Bei einer Zweckverbandsversammlung im Saal der Stadtwerke legte Geschäftsführer Peter Ostermeier eine erste Bilanz für 2015 vor. Demnach nahm der von den Städten und Gemeinden organisierte Verkehrsüberwachungsdienst rund 302 000 Euro an Verwarnungs- und Bußgeldern ein. 1327 Verstöße wurden beim Parken festgestellt. Der Großteil der Parksünder (738 Verkehrsteilnehmer) bekam das niedrigste Verwarngeld in Höhe von 10 Euro aufgebrummt. 589 Fahrzeughalter mussten 15 Euro und mehr zahlen. Weitaus umfangreicher sind die Einnahmen, die Schnellfahrer dem Zweckverband bescherten. Insgesamt bat die Organisation 12 593 Temposünder zur Kasse. 1095 kamen mit 10 Euro davon, 6623 waren mit 15 Euro dabei. Richtig ins Geld ging es bei etwa fünf Prozent der beanstandeten Fälle. 632 Raser mussten zwischen 70 und 440 Euro überweisen. Gegen 40 von ihnen wurden in der Folge Fahrverbote ausgesprochen. Zweckverbandsvorsitzender Michael Cerny betonte, dass es den Kommunen nicht darum gehe, "die Leute abzuzocken". "Viel wichtiger ist es, das subjektive Sicherheitsempfinden zu stärken." Der Überwachungsdienst könne eben an neuralgischen Stellen den Kontrolldruck erhöhen. Die Stadt Maxhütte-Haidhof (Kreis Schwandorf) hat als zwölfte Kommune eine zweijährige Schnuppermitgliedschaft im Zweckverband beantragt.

Neue Geschäftsführerin


Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit bekommt eine neue Geschäftsführerin: Jasmin Ramsauer , die Leiterin des Rechtsamtes der Stadt Amberg, übernimmt zusätzlich zu diesem Job die Aufgaben von Peter Ostermeier , der zum 1. Juli zurück in die Nähe seines Heimatortes Manching in Oberbayern wechselt. Dort wird er als Geschäftsführer eines Zweckverbandes zur Wasserversorgung tätig sein. Zur Unterstützung Ramsauers ist aktuell der Posten eines Geschäftsstellenleiters ausgeschrieben.
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