Konkrete Gespräche über Abriss
Bekommt Amberg einen neuen Bahnhof?

Der Amberger Bahnhof aus der Vogelperspektive. Wenn es nach der CSU geht, steht das Gebäude aus den 60er-Jahren nicht mehr lange. Bild: Georgi
Politik
Amberg in der Oberpfalz
26.04.2016
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"Wenn alles gut läuft, bekommen wir einen neuen Bahnhof, der auch behindertengerecht ist." Noch recht vorsichtig und zurückhaltend, aber durchaus zuversichtlich äußerte sich Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger bei einer Versammlung der CSU im Sebastiansviertel zu den bisherigen Gesprächen mit der Bahn.

Oberbürgermeister Michael Cerny sagte, er teile nach ersten Kontakten den Optimismus der Abgeordneten. Ein Abriss und Neubau des Bahnhofs wäre nach Auffassung Lanzingers, auch aus energetischen Gründen, sinnvoll. Im Zuge dieser Baumaßnahme müsse die Stadt dann auch das Umfeld neu gestalten, sagte Lanzinger. Sie bezog sich auf bisherige Gespräche mit der Bahn in Richtung Planungsvereinbarung. An die Adresse der SPD gerichtet, stellte sie fest: "Man muss Visionen haben, gut überlegt planen und nach vorne schauen." Eine solche Vereinbarung mit der Bahn sei wichtig, damit die Stadt das Bahnhofsgelände samt Umfeld überplanen kann, erläuterte der Oberbürgermeister. Auch wenn es oftmals schwierig sei, mit der Bahn in konkrete Verhandlungen zu treten, zeigte sich der Rathauschef guter Dinge. Der aktuelle Ansprechpartner sei kompetent und verlässlich.

Cerny sagte, das Thema Barrierefreiheit müsse differenzierter betrachtet werden. Auch wenn der Zugang zu den Bahnsteigen behindertengerecht hergestellt sei, sei der Rollstuhlfahrer noch nicht im Zug. Nur die S-Bahn sei barrierefrei. Deshalb sei in jedem Nahverkehrszug ein Wagen mit Hublifter nötig. "Das wäre dann die echte Lösung zur Barrierefreiheit", erklärte der Oberbürgermeister.
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