Konzept für Seniorenpolitik verabschiedet
Auf dem Weg zum Altersparadies

Auf dem Pflaster wirds für Rollator-Fahrer mitunter schwierig.Das Thema Barrierefreiheit nimmt im seniorenpolitischen Gesamtkonzept der Stadt breiten Raum ein. Bild: Hartl

Die nördliche Oberpfalz mausert sich laut Studie des Instituts Prognos bis 2040 zu einer der attraktivsten Regionen für Rentner. Zum einen, weil sich das Verhältnis zwischen Bezügen und Lebenshaltungskosten außerordentlich gut entwickelt, zum anderen, weil sich Kommunen auf den demografischen Wandel vorbereiten. So wie Amberg: Der Hauptausschuss des Stadtrates hat sich nun einstimmig für das lange diskutierte seniorenpolitische Gesamtkonzept ausgesprochen.

Sozialreferent Dr. Harald Knerer-Brütting wartete bei der Vorstellung des 252 Seiten starken Werkes zunächst einmal mit einer weiteren positiven Nachricht auf: "Der Rückgang der Bevölkerungszahl entwickelt sich bei Weitem nicht so dramatisch, wie noch vor ein paar Jahren angenommen", sagte er. Der Trend weise für Amberg bis 2030 ein Minus von nur noch 5,1 Prozent auf. Dieser Wert sei vor einiger Zeit noch viel höher gewesen. Das Senioren-Konzept soll die Entscheidungen der Stadträte und der Verwaltung für eine altersgerechte Welt beeinflussen. Mehr als 100 Bürger hatten sich in Arbeitsgruppen mit dem Thema beschäftigt. Das Konzept enthält eine Analyse über das Angebot von Pflegeplätzen (aktuell 696) und den Bedarf in der Zukunft sowie neun Handlungsfelder, die dringend in Angriff genommen werden sollten. Dazu gehören Forderungen nach mehr Barrierefreiheit oder einer flächendeckenden Nahversorgung.

Quer durch alle Fraktionen erntete die Zusammenarbeit zwischen Sozialreferat, Bürgern und Vereinen Lob. Bürgermeister Martin Preuß kündigte an, die CSU werde eine Fachstelle zur Beratung pflegender Angehöriger beantragen.
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