Lange Wartezeit bei Geburtsurkunden sorgt für Ärger
Stunk im Standesamt

Politik
Amberg in der Oberpfalz
22.06.2016
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Dass Eltern vier Wochen auf eine Geburtsurkunde für ihr Kind warten müssen, obwohl sie zügig alle Dokumente abgegeben haben - dieser am Montag in der AZ geschilderte Fall war Emilie Leithäuser (FDP) nicht neu. Sie berichtete am Abend in der Sitzung des Stadtrats sogar von einer verschärften Form eines solchen Vorfalls: Ein Bürger, der sich erkundigt habe, wann er die Urkunde bekomme, sei von einem Mitarbeiter des Standesamts beschimpft worden.

Sozialreferent Dr. Harald Knerer-Brütting wies diesen Vorwurf zurück. Seine Mitarbeiter verhielten sich nicht so unqualifiziert. Er könne Leithäusers Informanten nur raten, sich direkt an ihn, Knerer-Brütting, zu wenden und den Beschäftigten, der das angeblich gesagt habe, konkret zu benennen. Dann werde er sich persönlich um die Angelegenheit kümmern, aber auch nicht vor Schritten gegen den Beschwerdeführer zurückschrecken, wenn sich herausstellen sollte, dass der die Unwahrheit gesagt habe.

OB Michael Cerny erläuterte, dass im Mai ungünstigerweise längere Ausfallzeiten bei Mitarbeitern und eine (an sich erfreuliche) höhere Geburtenrate aufeinandergetroffen seien. Zudem ergebe sich durch Neugeborene mit US-amerikanischen Eltern immer ein verwaltungstechnischer Mehraufwand. "Trotzdem muss das im Regelfall in einer Woche oder in zehn Tagen erledigt sein. Wir waren da auch nicht glücklich drüber", sagte Cerny. "Der Königsweg" sei wohl eine vorläufige Bescheinigung, mit der man alle wichtigen Anträge stellen könne.
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