Mit Halbtagskraft besetzt
Beratung für pflegende Angehörige

Politik
Amberg in der Oberpfalz
05.02.2016
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Von einem Augenblick auf den anderen ist plötzlich alles ganz anders, wurde ein Mensch zum Pflegefall. Kann er Zuhause versorgt werden, ist das für den Betroffenen ein Glücksfall. Die Angehörigen sind darauf oft jedoch nicht vorbereitet.

Eine womöglich erneut im Raum stehende Debatte sollte offenbar erst gar nicht aufkommen. "Wir haben das im Hauptausschuss ja schon ausgiebig diskutiert", stellte Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) die Schaffung einer Fachstelle für pflegende Angehörige im Stadtrat zur Entscheidung. Sie fiel einstimmig.

Zuvor hatte Sozialreferent Dr. Harald Knerer-Brütting nur noch einmal kurz angerissen, worum es geht. Demnach möchte das Rathaus eine Halbtagsstelle schaffen, die beratend zur Seite steht, wenn es um Fragen der häuslichen Pflege geht. Oft treten entsprechende Notwendigkeiten überraschend ein, die Betroffenen sind deshalb nicht darauf vorbereitet und sehen sich hilflos mit dieser ungewohnten Situation konfrontiert.

Wir haben das im Hauptausschuss ja schon ausgiebig diskutiert.Oberbürgermeister Michael Cerny

Die neue Stelle soll fachlich und in ihrer räumlichen Zuständigkeit dem Sozialreferat angegliedert werden. Als erste Maßnahme wird die Verwaltung für derartige Tätigkeiten in Aussicht gestellte staatliche Fördermittel in Höhe von 8500 Euro beantragen. Im Hauptausschuss hatte es überraschend einige Irritationen gegeben, weil die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Birgit Fruth, darauf beharrt hatte, dass ausschließlich die Kassen für Fragen rund um die Pflege zuständig seien. Diese Diskussion kam nicht mehr auf.
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