Neubau in Neustift/ Steinhofgasse
Kompromiss gefunden

Politik
Amberg in der Oberpfalz
25.11.2016
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Der Streit zwischen Stadt, Landesamt für Denkmalpflege und Bauherren zog sich über zwei Jahre hin, jetzt kann zumindest das Baureferat mit der vorliegenden Lösung leben. Gerhild Vonhold vom Stadtentwicklungsamt stellte den Mitgliedern des Bauausschusses den aktuellen Bauantrag zur Energetischen Sanierung der Steinhofgasse 6 und Neustift 4 sowie den Neubau eines Carports vor. Vor allem die Höhe war den Entscheidungsträgern ein Dorn im Auge.

Aber auch die drei Garagenrolltore, die Loggien im Dachbereich, überdimensionierte Fensteröffnungen oder der Abschluss des Treppenraums mit Aufzug als große Geschoßgaube entsprachen nicht dem Gesamtbild. Jetzt wurde ein neuer Plan vorgelegt und: "Diese Lösung ist zufriedenstellend für alle Seiten", sagte Vornhold. Sie lenkte den Blick auf "viele kleine Details", die umgeplant wurden. So wurde beispielsweise die Höhe des Baukörpers in der Steinhofgasse auf das ursprüngliche Maß von 8,30 Meter reduziert. Der Bauherr wollte ursprünglich 8,80 Meter. Die Fensteröffnungen wurden verkleinert, es gibt keine für die Altstadt untypischen, vorgestellten Balkone mehr, die ursprünglich kleinteilige Parzellierung in der Neustift wird berücksichtigt, indem durch die Fassadengestaltung zwei Baukörper dargestellt werden. CSU-Stadtrat Rudolf Meier bezeichnete die aktuellen Planungen als "deutliche Verbesserung".

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege jedoch fand das nicht: Laut Vonhold habe die Behörde mit Stellungnahme vom 17. Oktober den neuen Entwurf wieder nicht genehmigt. Sie habe zwar mitgeteilt, das er eine Verbesserung darstelle, das Gebäude sich trotz Reduzierung der Höhe um 50 Zentimeter nicht in die Nachbarschaft einfüge.
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