Neues Parkleitsystem geht bald in Betrieb
Der namenlose Nachfolger

Zu viele, zu verwirrende Informationen. Per 61 großflächiger Tafeln sollte "Parken in Amberg" (PIA) in seiner ursprünglichen Form den Suchverkehr effizient und zielorientiert leiten. Ob das jemals richtig geklappt hat, wagte zehn Jahre später der Stadtrat zu bezweifeln und entschied sich für ein neues Leitsystem. Archivbild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
08.07.2016
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Das Vorgängermodell hatte sogar so etwas wie einen Kosenamen. Geliebt wurde es nicht. PIA stand für das Leitsystem "Parken in Amberg". 2001 hoch gelobt, wurde es zwölf Jahre später wieder abgeschraubt. Bald soll eine völlig neue Version in Betrieb gehen.

PIA erwies sich letztendlich als allzu zickig: viele kleinteilig-bunt daherkommende Informationen auf vielen Tafeln und Schildern, die im Vorbeifahren nur schwer wahr- und aufgenommen werden konnten. Das soll jetzt alles ganz anders werden. Rund 1600 Auto-Stellplätze gibt es aktuell möglichst bedürfnis- und kapazitätsgerecht im Sinne einer optimierten Auslastung zu verteilen. Eine Verdopplung dieser Zahl wird angestrebt. Das ist die Kernaufgabe des Parkleitsystems.

Bald in Betrieb


Knapp 700 000 Euro investiert die Stadt in den bisher namenlosen PIA-Nachfolger. Etwas verspätet nimmt er in diesen Tagen Gestalt an, in Betrieb soll das neue System laut Rathaus-Pressestelle Ende Juli gehen. Die Zeiten kleinteiliger Unübersichtlichkeit sind jedenfalls vorbei. Das steht jetzt schon fest. Wer über die B 85 vom Osten nach Amberg kommt, dem sticht am rechten Straßenrand eine großflächige Motiv-Tafel im tiefen Dunkelblau der offiziellen Parkplatz-Beschilderung auf. Drei davon wird es an den Haupteinfallsrouten der Stadt geben.

Hinzu kommen 21 nicht derart ausladende Beschilderungen mit der sperrigen Bezeichnung "dynamische Restplatzanzeiger" und noch 14 "statische Parkwegweiser". Über 61 Hinweistafeln beanspruchte PIA. Die Nachfolgeversion kommt mit nicht einmal 40 aus. Schon 2011 waren Überlegungen aufgekommen, "Parken in Amberg" durch ein leistungsfähigeres System zu ersetzen.

Neue Größenordnung


Richtigen Schwung in die Angelegenheit brachte Markus Kühne, der in diesem zeitlichen Umfeld als neuer Baureferent berufen wurde. Parallel hatte sich der Stadtrat zur Aufgabe gemacht, die gesamte Parkraumbewirtschaftung in der Kernstadt neu zu ordnen. Eine zentrale Rolle wird in diesem Zusammenhang künftig das bisherige Parkdeck samt Stellflächen an der Marienstraße spielen. Rund 370 Abstellplätze gibt es dort bisher, 1200 sind anvisiert. Die baurechtlichen Weichen für ein Parkdeck dieser Größenordnung sind gestellt. Derzeit läuft die Suche nach einem Privatinvestor, der das Projekt umsetzen und später betreiben soll.

Ob das etwas wird, kümmert das neue Leitsystem nicht. Die Marienstraße ist eines der Lotsenziele. Wie viele Autos da künftig täglich hinschickt werden, ist der Technik egal.
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