Neuordnung der Sportstätten in den Vilsauen
Spiel angepfiffen, Ausgang offen

Orientierung: Der Leiter des Sachgebiets Grün in der Bauverwaltung, Bernhard Frank (Sechster von links), stellte den CSU-Lokalpolitikern und Vereinsvertretern die Pläne zu der Skateranlage vor. Sie soll direkt an der Straße Am Schanzl (linker Bildrand) entstehen und legt eine Umordnung der gesamten, ausgedehnten Rasenplätze südlich des FC-Stadions nahe. Bilder: Hartl (2)
Politik
Amberg in der Oberpfalz
08.09.2016
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Das ist Ambergs bestehende Skateranlage, dort soll ein Kunstrasen-Fußballplatz entstehen.

Gleich nebenan spielte der FCA, lieferte ein dramatisches Totopokal-Spiel gegen Hof ab und setzte sich im Elfmeterschießen mit 8:6 durch. So spannend möchte es die Stadtrats-CSU mit einem Herzensanliegen des OB nicht machen.

Die jüngste Sommertour-Stippvisite der Christsozialen war dennoch keine bloße Routine. Am "äußersten Eck des Ortsverbands Sebastian" (Vorsitzende Birgit Wittmann) tut sich viel, und eine "erste Leitplanke" (Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann) ist mit einer Skaterbahn gesetzt. Hie und da taucht der Begriff von einem Sportpark rund um das Stadion Am Schanzl schon auf, und Oberbürgermeister Michael Cerny hat eine ganz konkrete Vorstellung davon.

Um sie ging es am frühen Mittwochabend bei diesem Treffen neben dem Stadion, in dem der FCA zu diesem Zeitpunkt noch einen souveränen Sieg einzufahren schien. Etliche Vereinsfunktionäre waren gekommen, schließlich sind der TV 1861 inklusive FC und weiterer Abteilungen, die DJK, der ESC, der ESV, der ERSC und der TC Am Schanzl dort heimisch. Sie alle unterhalten Trainings- und Spielfelder sowie Sporthallen. Und dann ist da natürlich noch das Stadion am Schanzl, das hauptsächlich der FC Amberg nutzt. Ab und zu sind dort auch die Leichtathleten zu finden. Jetzt kommt mit der Skaterbahn (1900 Quadratmeter, reine Baukosten erster Abschnitt 150 000 Euro, Erweiterungsoption) eine öffentliche, nicht an einen Verein gebundene Trendsport-Anlage hinzu.

Entscheidung steht


Mußemann lässt an dieser Stadtrats-Entscheidung, die vor der Auftragsvergabe steht, nicht rütteln. Die Stadt, argumentiert er, investiere sehr viel Geld für Kindergärten und -krippen, für Jugendliche gebe es nicht annähernd vergleichbare Ausgaben. Die vom Jugendforum angestoßene Skateranlage komme auf jeden Fall. Nicht zuletzt deshalb drängt sich eine Umorganisation der bisherigen Aufteilung des rund vier Hektar umfassenden Gesamtareals auf.

Arrangements nötig


Es geht vereinsübergreifend um Trainings- und Spielfelder für Fußballer, neue Beachvolleyballplätze, eine eventuelle, gleichfalls vereinsübergreifende Neuordnung von Tennisplätzen und die Option, dort auch Baseball- sowie Footballspiele austragen zu können. Ganz oben auf der Wunschliste des FC und anderer Fußballvereine steht ein Kunstrasenplatz. Die CSU-Stadtratsfraktion und der OB zeigten sich diesem Projekt gegenüber trotz anzusetzender Kosten von rund einer halben Million Euro sehr aufgeschlossen. Die Überlegungen sind schon weit gediehen. Ein Kunstrasenplatz könnte auf dem Areal der bisherigen, mehr als maroden Skaterbahn südöstlich des Stadions entstehen, schlägt die CSU vor.

Mehr Kopfzerbrechen bereitet den Vereinen die beabsichtigte Neuordnung der ausgedehnten Rasenflächen (zum Teil früherer TV-Platz) südlich des jetzigen Stadions. Das Gesamtareal würde wohl ausreichen, grundstücksübergreifend die Bedürfnisse der Fußballer (wöchentlich derzeit 42 Trainingseinheiten von drei Vereinen) und auch für Base- sowie Football bedienen zu können.

Dazu müssten die ausgedehnten Rasenflächen aber auf ein Höhenniveau gebracht werden. Ein gangbarer Weg, gaben Mußemann, der OB und die Lokalpolitiker-Runde zu verstehen. Als zeitlichen Horizont für die Umsetzung des Gesamtkonzepts peilen sie drei bis fünf Jahre an und stellen sich auf einen erheblichen Gesprächsbedarf mit den beteiligten Vereinen ein.
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