Nur zwei Stufen steigen: Kleinste und größte Wohnungen
Mieten ausgewogen

Für Ein- und Fünf-Personen-Haushalte wurden die Mietrichtwerte um zwei Prozent erhöht. Bild: Huber
Politik
Amberg in der Oberpfalz
04.10.2016
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"Insgesamt ist die Situation ausgewogen", bemerkte Sozialreferent Dr. Harald Knerer-Brütting, als er im Hauptausschuss die Fortschreibung des grundsicherungsrelevanten Mietspiegels aus dem Jahr 2014 vortrug. Mit Hilfe dieses Instruments kann man die Richtwerte für angemessene Unterkunftskosten marktgerecht festsetzen. Ergebnis für Amberg: Bei Ein-Personen-Haushalten (Wohnungen bis 50 Quadratmeter) und bei Fünf-Personen-Haushalten (91 bis 105 Quadratmeter) werden die Richtwerte um zwei Prozent erhöht. Für die anderen Haushaltsgrößen bleiben sie unverändert.

Zu den Menschen, die von dieser Festsetzung betroffen sind, erläuterte Knerer-Brütting: Bei den Arbeitssuchenden sei wegen der guten Wirtschaftslage die Zahl der Bedarfsgemeinschaften zwischen Januar 2014 und Februar 2016 um 93 zurückgegangen. Haushalte, die Wohngeld bekommen, gebe es nun 40 weniger.

Die Zahl der Leistungsempfänger von Grundsicherung im Alter und bei Arbeitsunfähigkeit sei dagegen um 46 gestiegen. Die eigentlich erfreuliche Entwicklung, dass 253 Studenten mehr immatrikuliert seien, habe auch zur Folge, dass 64 von ihnen eine Wohnung suchten. Bei Asylbewerbern und Flüchtlingen sei die Zahl der Leistungsberechtigten von 211 auf 557 (Stand im Mai 2016 ) emporgeschnellt. "Mit zunehmender Anerkennungsquote kommen sie auf den Wohnungsmarkt", nannte Knerer-Brütting als Grund dafür.
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