ÖDP-Direktkandidat für Bundestag heißt Norbert Peter
Der Wachrüttler

Norbert Peter. Bild: wsb
Politik
Amberg in der Oberpfalz
13.10.2016
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Amberg/Kastl. Wer das Leben als einen auch selbstkritischen Reifungsprozess versteht, kommt an einem politischen Bewusstsein nicht vorbei. Das ist die Erfahrung von Norbert Peter (51). Gelandet ist er bei der ÖDP. Noch nicht lange, Anfang 2014 trat der selbstständige Fachberater für nachhaltiges Investment aus Paulsdorf (Landkreis Amberg-Sulzbach) der Partei bei.

Und nun das erste öffentliche Mandat. Peter ist seit Mittwochabend der Direktkandidat der Partei im Bundeswahlkreis 232 Amberg. Im Gasthof Forsthof in Kastl nominierte ihn eine Mitgliederversammlung der zwei Kreisverbände Amberg-Sulzbach und Neumarkt mit 22 von 24 möglichen Stimmen (zwei Enthaltungen). "Wir können uns nicht mehr leisten, unsere politische Meinung für uns zu behalten", appellierte der 51-Jährige in die Runde. So sei auch seine Kandidatur zu verstehen.

Ein Mandat in Berlin sei völlig illusorisch. Aber nicht, den Bundestagswahlkampf dafür nutzen zu können, die ÖDP in der parteipolitischen Landschaft über die kommunale Ebene hinaus bekannter zu machen. "Wir formulieren alternative Politik", ist sich Peter sicher. Deshalb sei er schließlich bei der ÖDP. Früher mehrere Jahre leitend in der Kreditwirtschaft tätig, habe er die bittere Erfahrung machen müssen, wie rücksichtslos bloßes Profitdenken zum Schaden Dritter eingesetzt werde.

Der Diplom-Volkswirt fordert deshalb eine werteorientierte Politik und formuliert "die Gemeinwohl-Orientierung" als oberste Leitlinie. "Geld ist nicht neutral", sagt Peter, deshalb müsse sich jeder stets auch sich fragen: "Was bewirkt mein Geld?"
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