ÖDP kritisiert neuen Bundesverkehrswegeplan scharf
Schiene fällt runter

-Sulzbach. Nun meldet sich auch die ÖDP zum Bundesverkehrswegeplan zu Wort. Kreisvorsitzender Klaus Mrasek kritisierte bei der jüngsten Vorstandssitzung, dass dieses Konzept eine "Straßenbauorgie" mit mehr als 900 Projekten mindestens im "vordringlichen Bedarf" darstelle, während der Schienenverkehr in der Region "hinten runterfalle", heißt es in einer Pressemitteilung.

Das internationale Jahr des Bodens 2015 sei offenbar in Deutschland ohne jede Konsequenz geblieben. Wenn alle im Bundesverkehrswegeplan als "vordringlicher Bedarf" klassifizierten Straßenprojekte bis 2030 verwirklicht würden, komme das rechnerisch zu einem Flächenfraß in einer Größenordnung von vier Fußballfeldern täglich.

Mrasek hielt insbesondere den hiesigen CSU-Abgeordneten Harald Schwartz (Landtag) und Barbara Lanzinger (Bundestag) in Sachen Metropolenbahn Nürnberg-Prag vor, bislang nichts erreicht zu haben, weil es ihnen offensichtlich an Durchsetzungsfähigkeit in der eigenen Partei fehle. Für den Ausbau der Eisenbahnverbindung zwischen Nürnberg und Prag sehe der "vordringliche Bedarf" nämlich weiterhin eine Streckenführung über Marktredwitz vor.
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