OTH-Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung wird weiter gefördert
Forschung ohne Elfenbeinturm

Das im März eingeweihte Technikum des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der OTH ist das Ergebnis der letzten großen Förderrate des Freistaats für dieses Projekt. Jetzt geht es mit Forschungsgeldern weiter, informierten Finanzstaatssekretär Albert Füracker (links) und sein Amtskollege aus dem Wissenschaftsministerium, Bernd Sibler (Vierter von links), KWK-Geschäftsführer Raphael Lechner (Dritter von links) sowie OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug und KWK-Leiter Prof. Dr.-Ing Markus Brautsch.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
05.09.2016
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Kraft-Wärme-Kopplung: In der Dualität liegt deren charakteristische Effizienz. Also gibt es auch das Kabinett im Doppelpack, wenn es um das jüngste Kompetenzzentrum an der OTH geht.

Die beiden Staatssekretäre Bernd Sibler (Wissenschaft und Kunst) und Albert Füracker (Finanzen und Entwicklung) behielten sich vor mitzuteilen, dass eine Erfolgsgeschichte nahtlos weitergeschrieben werden kann. Im Großen Senatssaal der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden sicherten sie gestern zu, dass die bisherige und heuer auslaufende Förderung des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) für zwei Jahre fortgeführt wird. Das sei ein Ergebnis der jüngsten Kabinettsklausur, unterstrichen sie.

Es geht um 1,8 Millionen


Die konkreten Zahlen stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Landtags zum Doppelhaushalt 2017/18, merkten die Staatssekretäre an. Sie sehen darin jedoch ein eher formales Problem. Laut Sibler soll die zweite Fördermarge bei einem Gesamtvolumen von 1,8 Millionen Euro, verteilt auf zwei Jahre, liegen. Bisher hat der Freistaat das KWK-Kompetenzzentrum mit 5,23 Millionen Euro unterstützt.

Stetiger Prozess


OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug sprach von einer "überaus erfolgreichen Aufbau- und Ausbauarbeit", die geleistet worden sei und nunmehr erheblich zu der "ausgeprägten Alleinstellung im Bereich der Energietechnik" beitrage. Sie erinnerte daran, dass das KWK-Projekt im Grunde bereits auf die frühen Jahre der heutigen OTH zurückgehe und sich im Zuge des Prozesses der stetigen Profilierung immer mehr herauskristallisiert habe.

Konkret sei es mit dem Kompetenzzentrum dann im Jahr 2012 geworden, sichtbarstes Zeichen nach außen sei heute das KWK-Technikum im Innenhof der OTH. Es wurde im März eingeweiht, die Förderung lag bei 1,8 Millionen Euro. Die jetzt bekanntgegebene Fortführung der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat läuft über den Etat des Wissenschaftsministeriums. Für Sibler steht außer Frage, dass "wir in der Energieversorgung Alternativen brauchen". Das erklärte politische Ziel der Staatsregierung sei vor diesem Hintergrund: "Bayern will an der Spitze mit dabei sein."

Kein Selbstzweck


In dem KWK-Kompetenzzentrum sieht der Wissenschafts-Staatssekretär zudem, Strukturpolitik auf einem hohen Niveau umzusetzen. Es stehe für "Spitzenforschung und Spitzenwissenschaft" und trage im Idealfall dazu bei, dass "Menschen hierherkommen, um hier zu bleiben". Füracker, der als Finanzstaatssekretär seine Hauptaufgabe eigentlich darin sieht, öffentliche Gelder zusammenzuhalten, gibt seinen Worten zufolge diese Fördermittel gerne frei. Sie seien der beeindruckende Beweis, dass es bei der staatlichen Unterstützung von Wissenschaft und Forschung "nicht bei Sonntagsreden bleibt", sondern greifbare Ergebnisse erzielt würden. Besonders beeindruckt ihn die an dem Kompetenzzentrum gepflegte, eng verzahnte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und er hofft: "Ihr sollt euch ja einmal selbst tragen. Das ist doch nichts Unanständiges." (Angemerkt)

Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-KopplungDas KWK-Kompetenzzentrum an der OTH ist eine von elf Maßnahmen, die das Wissenschaftsministerium im Zuge der Energiewende in Bayern aufgelegt hat.

Energieeffizienz, das Spezialgebiet von Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch, ist einer der Kernpunkte des theoretischen und praktischen Erkenntnisinteresses, das dort in enger Kooperation mit namhaften Partnerunternehmen verfolgt wird. Das Kompetenzzentrum ist laut Brautsch personell derzeit mit sechs Professoren und sieben Projektmitarbeitern ausgestattet.

Dort gewonnene Erkenntnisse fließen unmittelbar sowohl in die Lehre an der OTH wie Anwendungen bei Partnerunternehmen ein. KWK-Geschäftsführer Raphael Lechner skizzierte als einen der Schwerpunkte, für die die freigegebenen Mittel eingesetzt werden sollen, Weiterentwicklungen zu Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungen. (zm)


Es steht außer Frage, dass wir in der Energieversorgung Alternativen brauchen.Staatssekretär Bernd Sibler


Ihr sollt euch ja einmal selbst tragen. Das ist doch nichts Unanständiges.Staatssekretär Albert Füracker
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